18.07.2019 - 14:53 Uhr
SchwandorfOberpfalz

Zuschüsse für den Sportbetrieb

Für die Fusionsgespräche zwischen dem SC Ettmannsdorf und dem FC Schwandorf gibt es eine Finanzspritze von der Stadt - und nicht nur dafür: Mittel aus der Sportförderung gibt es für zahlreiche Projekte.

Der Vorsitzende des Stadtverbandes für Sport, Thomas Fink, erläuterte die neuen Sportförderrichtlinien für die Schwandorfer Sportvereine.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Der Vorsitzende des Stadtverbandes für Sport, Thomas Fink, vermittelte dem SC Ettmannsdorf und dem FC Schwandorf einen professionellen Mediator aus München für die Fusionsgespräche, der den beiden Vereinen einen juristisch gangbaren Weg für einen Zusammenschluss ebnete. Die Kosten für den Vermittler und den Notar übernahm die Stadt im Rahmen der Sportförderung.

"Das ist neu in den Richtlinien der Stadt zur Förderung der Sport- und Schützenvereine", erklärte Thomas Fink den Vereinsvertretern bei der Jahresversammlung des Stadtverbandes am Montag im Sportheim des SC Kreith-Pittersberg. Bei einer Fusion zweier oder mehrerer Vereine könne die Stadt eine Unterstützung gewähren. Über die Höhe der Förderung entscheide im Einzelfall der Hauptausschuss des Stadtrates.

Neu in den Richtlinien ist auch eine Pauschale, die die Vereine zur Erfüllung ihrer Verwaltungsaufgaben erhalten. Wer qualifiziertes hauptberufliches Personal beschäftigt oder jemanden anstellt, der ein "Freiwilliges Soziales Jahr" (FSJ) leistet, erhält eine Förderung. Verbandsvorsitzender Thomas Fink nannte den 31. März eines Jahres als Stichtag für die Antragstellung. Nach der Gebührenordnung erstellt die Stadt den Vereine eine Rechnung für die Nutzung der Schulturnhallen und verrechnet diesen Betrag als Zuschuss für die Sportförderung. So werden die Vereine nicht belastet. "Noch können die Kosten durchgebucht werden", erklärt Thomas Fink. Er erkennt aber erste Signale, "dass aus steuerlichen Gründen auch die Nutzung der Schulturnhallen kostenpflichtig werden genauso wie die Oberpfalzhalle".

Weniger Mitglieder

Für den Unterhalt ihrer Anlagen erhalten die Vereine von der Stadt einen Zuschuss. Geld gibt es auch zur Aufrechterhaltung des Sportbetriebs je nach Anzahl der Mitglieder und der beschäftigten Übungsleiter. Aktuell sind in den 44 Sport- und Schützenvereinen der Stadt 173 Übungsleiter beschäftigt. Die Zahl der Mitglieder ging leicht zurück von 11 370 auf 11 034 Personen, darunter 3858 Kinder und Jugendliche (minus 102).

Größter Verein mit 1196 Mitgliedern bleibt der Skiclub. Es folgen der TSV Schwandorf (935 Mitglieder), der Sportanglerverein (934), der SC Ettmannsdorf (692), der FC Schwandorf (596), der ASV Fronberg (539), der TuS Dachelhofen (535) und der SV Haselbach (504). Neu unter den "Top 10" sind der Schwimmclub mit 396 und der Ski- und Wanderverein Klardorf mit 364 Mitgliedern. Die kleinsten Vereine sind der Tauchsportclub (44), die Stockschützen Schwandorf (39) und die Jura-Wanderer Bubach (26).

Vorsitzender Thomas Fink machte auf das staatliche Sonderförderprogramm aufmerksam, das für Investitionen in neue Vereinsanlagen einen Zuschuss von 35 Prozent in Aussicht stelle. Bislang lag der Fördersatz bei 20 Prozent.

Kunstrasenplatz geplant

Der Vorsitzende der FT Eintracht Schwandorf, Dieter Jäger, bestätigte, dass sein Verein weiter an den Plänen zum Bau eines Kunstrasenplatzes festhalte. "Es wäre schön, wenn wir diese Projekt gemeinsam schaffen würden", sagte Stadtverbandsvorsitzender Thomas Fink. Aus dem Finanzbericht des Schatzmeisters Heiko Sedelmaier ging hervor, dass die größten Ausgaben des Stadtverbandes für Sport auf die Veranstaltung der Sportgala entfielen. Die Kosten betrugen bei der letzten Auflage im Januar knapp 9000 Euro. Bürgermeister Andreas Feller dankte alle Funktionären für "das gegenseitige Einvernehmen" bei der Erstellung der neuen Förderrichtlinien und versicherte: "Dort, wo es Sinn macht, werden wird auch in Zukunft die Vereine unterstützen".

Die Versammlungen des Stadtverbandes finden im Wechsel in den Sportheimen der Vereine statt. Diesmal war der SC Kreith-Pittersberg an der Reihe, der im vergangenen Jahr das 50-jährige Bestehen feierte. Zweiter Vorsitzender Sebastian Schulz hieß die Delegierten im Namen der knapp 300 Mitglieder willkommen, die sich auf die Abteilungen Fußball, Tennis und Gymnastik verteilen.

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