Schwandorf
08.12.2021 - 17:58 Uhr

Zwei weitere Corona-Todesfälle im Landkreis Schwandorf

Mit elf Fällen am Montag und 143 am Dienstag ist die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Landkreis Schwandorf am Mittwoch auf 14.215 gestiegen. Die Inzidenz ist erneut gesunken – auf 413,5

In den vergangenen sieben Tagen wurden im Nabburger Impfzentrum und bei den Ärzten über 9500 Impfungen verabreicht. Symbolbild: dt
In den vergangenen sieben Tagen wurden im Nabburger Impfzentrum und bei den Ärzten über 9500 Impfungen verabreicht.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 413,5 und damit um den Wert 19,6 niedriger als am Dienstag (433,1), teilt das Landratsamt Schwandorf am Mittwochabend mit. Bis 17.06 Uhr waren 156 neue Infektionen bekanntgeworden. Mit dem Tod zweier Männer im Alter von 68 und 70 Jahren, die beide zu Hause gelebt hatten, erhöht sich die Zahl der mit oder an Corona Verstorbenen auf 208.

Lage in den Altenheimen

Im Elisabethenheim in Schwandorf konnte der Ausbruch am Mittwoch offiziell für beendet erklärt werden. Im Alten- und Pflegeheim in Oberviechtach wird das erst in einigen Tagen der Fall sein können, da in der Reihentestung weitere Fälle erkannt wurden.

Über 9.500 Impfungen in einer Woche

Das Impfzentrum in Nabburg hat in den vergangenen sieben Tagen 1.900 Impfungen verabreicht, und zwar 210 Erst-, 220 Zweit- und 1.470 Booster-Impfungen. Im selben Zeitraum haben die Hausärzte 7.632 Mal geimpft, und zwar 561 Erst-, 499 Zweit- und 6.572 Booster-Impfungen. Die Impfungen verteilen sich damit prozentual wie folgt: Erstimpfungen 8,1 Prozent, Zweitimpfungen7,5 Prozent und Boosterimpfungen 84,4 Prozent.

Ansturm auf das Impfzentrum

In diesen Tagen erhalten rund 43.200 Landkreisbürger, die über 60 Jahre alt sind, ein Schreiben von Landrat Thomas Ebeling mit Informationen zur Drittimpfung. Dieses Schreiben wurde zentral für alle Landkreise und kreisfreien Städte im Freistaat Bayern von der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) versandt. Es wird unter anderem darauf verwiesen, wie wichtig eine Auffrischungsimpfung aufgrund steigender Infektionszahlen ist und dass neben den regionalen Impfzentren auch niedergelassene (Fach-)Ärzte Impfungen zum Schutz gegen das Coronavirus verabreichen. Zwischenzeitlich erreichten das Landratsamt erste Zuschriften und Anrufe von Bürgern, die sich über diese Aufforderung beschweren, da es derzeit unmöglich sei, im Impfzentrum oder bei einem niedergelassenen Arzt einen Impftermin zu vereinbaren.

Das Landratsamt weist darauf hin, dass der Inhalt des Schreibens bereits vor einigen Wochen verfasst, aber erst jetzt zentral versandt wurde. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Beschränkung bei der Impfstoffversorgung für Haus- und Fachärzte. Den hieraus resultierenden Ansturm auf das Impfzentrum des Landkreises zu bewerkstelligen, sei derzeit eine große Herausforderung für die Verantwortlichen und Mitarbeiter des Impfzentrums. Termine könnten nicht so schnell und in so großer Zahl ins System eingestellt werden, dass sie nicht sogleich wieder vergriffen wären.

Keine zwei Pools

"Wie jedes Impfzentrum in Bayern haben auch wir nicht zweierlei Terminpools, aus denen online und zusätzlich auf telefonische Anfragen hin Termine vergeben werden könnten", erläutert Hans Prechtl, der Pressesprecher des Landratsamtes. "Das bedeutet, dass auch unser Telefonteam nur dann Termine vergeben kann, wenn diese nicht bereits alle durch Online-Buchungen vergriffen sind. In der Praxis läuft es so, dass auch ein telefonisch vereinbarter Impftermin online gebucht wird, aber eben nicht vom Anrufer selbst, sondern in technischer Unterstützung, weil der Anrufer zum Beispiel kein Internet hat, von unserem Team. Telefonisch um einen Termin zu bitten, weil in der Buchungsplattform kein Termin mehr verfügbar ist, macht deshalb keinen Sinn."

Dritte Briefaktion

Der Versand der 43.200 Briefe an alle über 60-Jährigen ist die dritte große Briefaktion im Rahmen der Pandemie. Zu Beginn des Jahres erhielten fast 9.900 Landkreisbürger, die 80 Jahre und älter waren, einen Brief mit dem Hinweis, dass sie gemäß der Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums die höchste Priorität zur Corona-Schutzimpfung genießen. Ebenfalls im Januar verschickte das Landratsamt 32.880 FFP2-Masken an Bedürftige.

Oberpfalz25.05.2022
 
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