Schwarzach
15.06.2026 - 11:38 Uhr

Comedy-Abend im Schlossbauernhof Altfalter begeistert das Publikum

Auch die dritte Auflage eines Comedyabends im Schlossbauerhof Altfalter ist wieder ein massiver Angriff auf die Lachmuskeln des Publikums. Drei erstklassige Künstler aus dem Bereich Comedy und Kabarett sprechen alles an, was nicht passt.

Was ursprünglich als einmalige Veranstaltung begann, hat sich mittlerweile zu einem Publikumsmagneten im Schlossbauernhof entwickelt. Schon Wochen vor dem Termin waren alle Eintrittskarten vergriffen. Umso größer war die Freude bei den Mitgliedern des Vereins Schlossbauernhof, dass sie mit dem Comedyabend den Nerv eines breiten Publikums getroffen hatten. Unter dem Motto „Live im Schlossbauernhof-Stodl. Bayerisch. Humor.“ erlebte das Publikum einen urkomischen und musikalischen Abend der Extraklasse.

Wie bereits bei den vorherigen Veranstaltungen moderierte Stephan „Rosi“ Rosner den Comedyabend. Er ist bekannt aus der Comedyband „Barbari Bavarii“. Trotz der Autonomiephase, in der sich seine Tochter gerade befindet, wie er selbst sagt, findet der hauptberufliche Papa immer noch Zeit für sein Hobby, das Kabarett. Der Abend begann mit dem Weiherer, einem Revoluzzer der 80er-Jahre. Neben humorvollen Themen setzte er sich auch mit ernsten Inhalten und Missständen der "modernen Zeit" auseinander. Sein Lied „Is des nu mei Hoamat“ zog sich wie ein roter Faden durch den ganzen Abend.

"Achterbahnfahrt" und "Sprüchelexikon"

Ganz anders ist Stefan Kröll, der unermüdliche Optimist aus dem Rosenheimer Land. Mit seiner eigenen Sicht auf die Dinge nahm er das Publikum mit auf eine Achterbahnfahrt voller Querverbindungen, Überraschungen und thematischer Brüche. Lässig und ohne Hilfsmittel fand er Positives für seine Ehe während einer Ladepause seines E-Autos. Seine Ansichten zur Online-Partnersuche sollten manchen zum Nachdenken anregen. „Schnell holt man sich so ein Kriegsschiff in den Hafen der Ehe“, warnte er.

Der Abend wurde komplettiert durch Götz Frittrang, der im feinen schwarzen Anzug mit seinem Spiel mit der Sprache das Grübeln vergessen ließ. Erinnerungen kamen bei ihm hoch, als er den Nachlass seiner Eltern ausräumen musste. Da stand das 24-teilige Porzellanservice mit Goldrand, das nie benutzt worden war. „Erst wenn der Bundespräsident mit dem Papst einmal zu Besuch gekommen wäre, hätte die Mutter das Service aus dem Schrank genommen.“ Unvergesslich war auch sein Besuch bei seinem Opa, einem regelrechten "Sprüchelexikon".

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus der Vielfalt der Themen, die die Künstler mal humorvoll, mal ernst präsentierten. Moderne Elemente, schräge Minimalistik, Clownerie, Slapstick und Comedy, eingebettet in lebendige Tradition, boten beste Unterhaltung.

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