24.03.2020 - 15:26 Uhr
SchwarzachOberpfalz

Erhöhung des Wasserpreises zu erwarten

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er kommt wohl an einer Erhöhung des Wasserpreises nicht mehr vorbei.

Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld, Thomas Krapf, erläutert ausführlich den Haushalt 2020 des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe..
von Herbert RohrwildProfil

Die Geschäftsjahre 2017 (66 600 Euro ) und 2018 (108 400) schließt der Zweckverband mit einem Gesamtdefizit in Höhe von 174 000 Euro ab. Aufgrund des kaufmännischen Verlustes regt der Bayerische Kommunale Prüfungsverband eine umgehende Kalkulation der Wassergebühren an. Eine Anpassung ist unumgänglich.

Die Kalkulation wird abgewartet. Sie muss bis zum 30. September vorliegen, informierte der Vorsitzende, Bürgermeister Hans Gradl (Schwarzach). Die vorläufigen Abschlusszahlen des Haushalts 2019 erfordern eine Zuführung vom Vermögenshaushalt (VmHH) von 65 600 Euro an den Verwaltungshaushalt (VwHH) und eine Rücklagenentnahme von 156 000 Euro, erklärte der Kämmerer der VG Schwarzenfeld, Thomas Krapf.

Der Haushalt 2020 umfasst ein Gesamtvolumen von 1 300 000 Euro, Investitionen in Höhe von 789 000 Euro sind eingeplant, von der Rücklage werden 168 000 Euro entnommen. Die Kreditaufnahme sieht 600 000 vor. Die erforderliche Mindestzuführung vom VwHH an den VmHH ist nicht möglich.

Auf der Einnahmenseite steigen die Benutzungsgebühren von 287 900 (2019) auf circa 414 300 Euro (2020). Die Schwerpunkte der Maßnahmen konzentrieren sich auf die Erneuerung der Wasserleitung Asbach-Lindenlohe (Planungs- und Baukosten), auf den Austausch der Leitung in Zangenstein mit Änderung der Dimensionierung sowie auf den Ersatz der Wasserleitung in der Asbacher Straße in Lindenlohe. In den Folgejahren 2021 sind 400 000 Euro und 2022 (150 000) als Kreditaufnahmen zur Finanzierung laufender und weiterer notwendiger Maßnahmen veranschlagt. Nach der weiteren Entnahme von 194 000 Euro für den Haushalt 2021 schmälert sich die Rücklage auf 321 334 Euro. Ein weiterer Zugriff auf das Sparbuch des Zweckverbandes soll vermieden, so Krapf, um bei unvorhergesehenen Situationen auf der sicheren Seite zu sein. Die BayernLabo bietet den Investmentkredit Kommunal Bayern mit ermäßigtem Zinssatz an. Er liegt für eine zehn jährige Zinsbindung noch bei 0 Prozent, merkte der Kämmerer an.

Abschließend gab es allgemeine Informationen zum Zweckverband zur Wasserversorgung der Pretzabrucker Gruppe. Mitglieder sind die Gemeinden Altendorf, Schwarzach bei Nabburg, Markt Schwarzenfeld, Markt Schwarzhofen und die Stadt Schwandorf. Derzeit bestehen 1180 Hausanschlüsse, und circa 3330 Einwohner werden mit Trinkwasser versorgt. Im Rahmen von Wassergastverhältnissen werden weitere Gemeinden beliefert. Der Zweckverband betreibt in der Nähe von Asbach zwei Brunnen mit 69 und 97 Meter. Das Maschinenhaus mit Aufbereitungsanlage befindet sich in Asbach. Es bestehen zwei Hochbehälter mit 1 600 Kubikmeter Fassungsvermögen. Die Hauptleitungen haben eine Länge von 66,9, die Zubringerleitungen von 6,6 und die Hausanschlüsse von 34,1 Kilometer.

Hinsichtlich der langfristigen Sicherung der Wasserversorgung beschloss der Zweckverband in nicht öffentlicher Sitzung eine Kooperation zur Grundwasserförderung, Aufbereitung und gegebenenfalls auch Speicherung mit den Städten Nabburg und Pfreimd. Die Gremien der beiden Städte fassten bereits auch die Beschlüsse zur Kooperation.

Die beschlossene Neukalkulation der Verbrauchsgebühren hängt nicht mit den Kooperationbestrebungen der beteiligten Versorger zusammen, erklärte Hans Gradl.

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