25.01.2019 - 11:31 Uhr
SchwarzachOberpfalz

Gegen externen Bedarfsplan

Nach längerer Diskussion: Der Gemeinderat entscheidet in einer wichtigen Brandschutz-Frage.

Die FFW Weiding beantragte die Anschaffung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeuges (TSF). Die Beschaffungskosten belaufen sich auf rund 50.000 Euro. Die Zuwendung des Freistaates Bayern liegt bei 23.000 Euro. Der Gemeinderat Schwarzach plädierte für die Bereitstellung der entsprechenden Mittel im Haushaltsplan 2019.
von Herbert RohrwildProfil

Interner oder externer Bedarfsplan für die fünf Feuerwehren der Gemeinde Schwarzach? Nach einer lebhaften Aussprache in der Sitzung trifft das Gremium eine klare Entscheidung.

In der nichtöffentlichen Februarsitzung 2018 wurde bereits das Thema „Feuerwehrbedarfsplan“ besprochen, erinnerte Bürgermeister Hans Gradl. Um eine ausreichenden Berücksichtigung des örtlichen Gefahrenpotenzials und einer optimalen Aufgabenwahrnehmung durch die gemeindlichen Feuerwehren zu gewährleisten, sollten grundsätzlich alle Kommunen einen solchen Bedarfsplan aufstellen. Zur Erreichung einer größeren Akzeptanz der Ergebnisse wäre nach Aussage des Landratsamtes die Erstellung durch ein externes Büro sinnvoll. Als Kosten errechnen sich circa 9000 Euro.

Die beiden zu diesem Sachverhalt anberaumten Kommandantenbesprechungen erbrachten als klare Aussage: „Wir brauchen diesen externen Plan nicht.“, wandte Dritter Bürgermeister Franz Herrmann ein. Der veranschlagte Betrag kann in die Ausrüstung gesteckt werden. In seinen weiteren Darlegungen regte er an, im Feuerwehrwesen neue Wege zu gehen und das Gemeindegebiet in drei Einsatzzonen zu gliedern: Bereich Nordost mit den Wehren Unterauerbach und Schwarzach; Bereich Mitte mit Altfalter und Weiding sowie Bereich West mit Wölsendorf. Herrmann sieht darin als Vorteil die Erleichterung beim Kauf von Zusatzausrüstungen: zum Beispiel die Anschaffung von je zwei Atemschutzgeräten bei den wasserführenden Fahrzeugen in Wölsendorf und Unterauerbach. Die gesetzlichen Vorgaben wären somit erfüllt.

Weitreichende Erneuerungen stehen an, merkte Zweiter Bürgermeister Franz Grabinger an. Die angesetzte Investition wäre sicher eine Grundlage für zukünftige Entscheidungen. „Der Sachverstand von Externen habe schon seinen Charme“, fügte der Sprecher hinzu. Ohne Auftrag haben wir keinen Plan, merkte Georg Mayer kritisch an. „Aber wir brauchen einen Plan.“, lautete sein Fazit. „Wir benötigen keinen externen Bedarfsplan. Da wird Geld hinausgeschmissen“, prognostizierte Hubert Jetschmann. „Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Die Kommandanten haben die Verantwortung“, wandte Joachim Schießl energisch ein.

Das Gremium war sich im weiteren Verlauf der Aussprache einig, für die FFW Unterauerbach soll mit Nachdruck die Anschaffung eines guten, gebrauchten wasserführenden Fahrzeugs mit Atemschutz verfolgt werden Für die Feuerwehren der Gemeinde Schwarzach wird kein externer Bedarfsplan in Auftrag gegeben, lautete letztlich das klare Votum.

Der Antrag der FFW Weiding auf Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges lag dem Gremium zur Beratung und Beschlussfassung mit folgender Begründung vor. Das Feuerwehrauto entspricht nicht mehr den heutigen Standards. Der technische Zustand ist vernachlässigt. Die Kosten für ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) belaufen sich auf etwa 50 000 Euro. Die Zuwendung durch den Freistaat Bayern zur Förderung des kommunalen Feuerwehrwesens liegen bei rund 23 000 Euro.

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