Die Coronapandemie und ihre Folgen haben auch bei der „Kleinen Bühne“ Unterauerbach ihre Spuren hinterlassen. Aus dem gewohnten zweijährigen Theaterrhythmus wurde tatsächlich eine Unterbrechung von zehn Jahren. Es gab Zeiten, da konnte man sich wohl nicht mehr vorstellen, dass auf der – nomen est omen – wirklich engen Bühne im Pfarrheim neben der Kirche St. Nikolaus jemals wieder Theater gespielt werden kann.
Umso größer ist die Vorfreude auf allen Seiten – bei den Fans, den Zuschauern, den Mitspielern und dem ganzen Team im Umfeld und hinter den Kulissen. Mit dem ländlichen Lustspiel in drei Akten „Die drei Eisbären“ haben sich die Theatermacher im Auerbachtal einen echten Klassiker ausgesucht. Mit einer Mischung aus altbekannten und sehr erfahrenen Schauspielern einerseits und blutjungen Nachwuchstalenten andererseits wird das siebenköpfige Ensemble in den geplanten sechs Aufführungen im Pfarrheim in Unterauerbach wieder für beste Unterhaltung und ein absolutes hautnahes Theatererlebnis sorgen.
Seit nunmehr über 40 Jahren spielt die "Kleine Bühne" in Unterauerbach Laientheater. 1985 begann alles mit „Die Zwilling vom Oschichthof“, weiter ging es mit Lauerer-Stücken wie „Paul in der Krise“ oder „Unser Rudi mog koa Wei“ sowie den unvergesslichen Aufführungen „Die Silberhochzeit“, „G´spenstermacher“ und „Schmugglerbazi“. 2016 zauberte man zuletzt das Stück „Da Opa, da Babba und i“ auf die Bühne. Die war damals geschmackvoll und mit Liebe zum Detail in eine Ferienhütte im Wald verwandelt worden. Wenn sich am Samstag, 14. März um 20 Uhr der Vorhang zur Premiere abermals öffnet, werden "Die drei Eisbären" die Zuschauer in ihren Bann ziehen.
Ende Dezember stand bereits die erste Leseprobe an. Seitdem ist in Unterauerbach und Umgebung die Theaterzeit ausgerufen. Und man merkt es bei Vielen im Dorf: Beim Bäcker wurde die Frage gestellt, wann es los geht, bei der Christbaumversteigerung die ersten Gutscheine für Eintrittskarten meistbietend unter den Hammer gebracht, auffallend Viele lassen Haare und Bärte wachsen. Um die notwendige Bühnenausstattung und die passenden Kleidungsstücke auswählen zu können, werden in annähernd jeder Probe vermeintlich geeignete Utensilien herangeschleppt – und wenn diese nicht die Zustimmung der Mehrheit finden, auch postwendend wieder nach Hause geschickt. So entsteht im Laufe der Probenwochen Stück für Stück nicht nur die Handlung auf der Bühne, mit Ideen die alle Beteiligten einbringen, sondern so werden auch die Requisiten, Dekoration und Möblierung der Bühne zusammengetragen. Einen klassischen Regisseur gab es übrigens noch nie: Alle Mitwirkenden sind aufgerufen, ihre Ideen einzubringen.
Premiere ist am Samstag, 14. März, 20 Uhr; weitere Vorstellungen sind am Sonntag, 15. März, 14 Uhr, sowie Freitag, 20., Samstag, 21., Freitag, 27. und Samstag, 28. März, um jeweils 20 Uhr. Der Kartenvorverkauf startet am Sonntag, 1. Februar, von 9.30 Uhr bis 12 Uhr im Pfarrheim Unterauerbach. Ab 2. Februar werden Kartenanfragen per E-Mail (kleine-buehne-unterauerbach[at]web[dot]de) angenommen.



















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