09.09.2019 - 15:03 Uhr
Schwarzenbach bei BärnauOberpfalz

Millimeterarbeit mit hydraulischem Rettungsgerät

Die Jugendfeuerwehren Schwarzenbach, Bärnau und Hohenthan üben gemeinsam den Ernstfall. Dabei gibt es auch simulierte Realeinsätze mit Nebelmaschine und Puppe.

Die Jugendlichen der Feuerwehren Schwarzenbach und Hohenthan und deren Ausbilder nach der erfolgreichen Bekämpfung des Feldbrandes.
von Externer BeitragProfil

Beim "24-Stunden-Berufsfeuerwehrtag" der Feuerwehr Schwarzenbach übernachteten die Jugendlichen der Wehr mit Isomatte und Schlafsack im Feuerwehrhaus. Am Tag arbeiteten sie diverse Übungen und Einsätze ab. Bei den vielen interessanten Aufgaben wurden bei zwei Einsatzübungen auch die Feuerwehren aus Hohenthan und Bärnau mit eingebunden.

Die jungen Feuerwehrleute erlernten bei den Übungen verschiedene Themen wie Erste Hilfe, Gerätekunde, Knoten und Stiche und den Funkverkehr. Zwischen der theoretischen und praktischen Ausbildung waren immer wieder von den Ausbildern simulierte "Realeinsätze", bei denen die Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellen konnten, mit eingeschoben.

Insgesamt 7 "Einsätze"

Neben einer Vermisstensuche, einem Hochwassereinsatz in der Schlauchwaschanlage der Feuerwehr und einer Wohnungstüröffnung mit Feuerwehraxt und "Halligan Tool" war sicherlich die Suche nach einer vermissten Person in einem mit einer Nebelmaschine völlig verrauchten Gebäude ein Highlight. Die Jugendlichen berichteten von "Null-Sicht" bei der man trotz Handlampe die Hand vor Augen nicht erkennen konnte. Sie konnten sich nur durch Tasten und Fühlen im Kriechen fortbewegen, um schließlich die Person aus dem Gebäude zu retten.

Am Nachmittag folgte ein gemeinsamer Einsatz mit der Nachbarfeuerwehr Hohenthan bei der ein Feldbrand im freien Gelände angenommen wurde. Die Jugendlichen beider Wehren bauten routiniert eine lange Schlauchleitung über 400 Meter auf, um den Brand zu bekämpfen und nutzten dabei einen nahen gelegenen Bach als Wasserentnahmestelle.

Einsatzübung bei Nacht

Gegen 22.30 Uhr erfolgte für die Jugendfeuerwehren aus Bärnau und Schwarzenbach die Alarmierung "THL 3 - Person unter Traktor eingeklemmt". Beim Eintreffen der Jugendlichen war eine menschengroße Puppe unter dem Frontlader eines Traktors eingeklemmt. Bei der Rettung des Opfers war beim Einsatz des hydraulischen Rettungsgeräts Millimeterarbeit gefordert. Ein, durch einen Feuerwehrangehörigen gespielten, aufgebrachter Anwohner hielt dabei die Jugendlichen ständig auf Trab und musste aufgrund seiner Neugier mehrmals zurückgehalten werden. "Auch das gehört mittlerweile zur Arbeit der Feuerwehr", so die Zugführerin der Feuerwehr Bärnau.

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