08.12.2019 - 11:43 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

Bekenntnis zu kleinen Schulstandorten

Für gewöhnlich sind die von den Gemeinden eingeforderten Stellungnahmen zu Änderungen im ellenlangen Regionalplan Oberpfalz-Nord Formsache. Aber diesmal hat Bürgermeister Thorsten Hallmann darin durchaus Beachtenswertes gefunden.

So gut wie fertig ist das Bürger- und Kulturhaus "Alter Pfarrhof". Mitte Februar soll es gesegnet und damit seiner Bestimmung übergeben werden.
von Bernhard PiegsaProfil

Das teilte er dem Gemeinderat in der vergangenen Sitzung mit. So soll der geänderte Regionalplan ein klareres Bekenntnis zu kleinen Schulstandorten, zum Rettungshubschrauberstandort Latsch, zur Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs und zum Ausbau der dezentralen Energieerzeugung enthalten. Auch eine Verbesserung der medizinischen Versorgung durch „speziell ausgebildete Praxisassistenten“, die zur Entlastung der Hausärzte Hausbesuche und „bestimmte Versorgungs- und Untersuchungsdienstleistungen übernehmen“ könnten, werde angeregt.

„In Schwarzenbach hätten wir ja mit unserem künftigen Bürger- und Kulturhaus geeignete Räumlichkeiten für ärztliche Dienstleistungen“, erinnerte Hallmann. Noch eine Spur dezidierter hätte nach seiner Meinung allerdings das Statement über die Schulstandortsicherung ausfallen können. Dennoch billigten er und die Räte letztlich die Änderungsvorlage einstimmig.

„In die Zielgerade“ geht laut Hallmann der Umbau des Alten Pfarrhofs: „Ab Mitte Februar dürfte die Nutzung möglich sein. Es gibt bereits Anfragen wegen Trauungen.“ An größeren Arbeiten stünden noch der Einbau der Treppe, die letzten Arbeiten an Raumtüren, Aufzug, Sanitäranlagen und Fußbodenbelägen und der Einbau der Zugangstür aus. Im Februar solle das Bürger- und Kulturaus gesegnet werden: „Daran soll sich ein Nachmittag der offenen Tür anschließen, die eigentliche große Einweihungsfeier wollen wir allerdings mit dem Pfarrfest verbinden.“

Keinen Widerspruch gab es gegen das Gesuch der Solidargemeinschaft „Generationen Hand in Hand“ (GeHiH) um Fortführung der gemeindlichen Unterstützungszahlungen in den Jahren 2020 bis 2022. Wie bisher wird die Gemeinde 50 Cent pro Einwohner und Jahr an den gemeinnützigen Verein überweisen, der zurzeit noch auf diese Zuschüsse angewiesen ist und dessen Arbeit die Räte als „verdienstvoll und wichtig“ anerkannten. Seniorenbeauftragter Gerhard Przetak merkte an, dass die von der Seniorengemeinschaft Generationen Hand in Hand e.V. (GeHiH) vermittelten Hilfeleistungen auch in Schwarzenbach gern genutzt würden: „Schön wäre es, wenn sich noch mehr Mitglieder zu solchen Hilfsdiensten bereitfänden.“

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat die Planvorlagen der Stadt Pressath für die Erweiterung des Industriegebiets Döllnitz. Gemeindliche Belange würden hiervon nicht berührt. Schließlich berichtete Bürgermeister Hallmann von der Klage einer Bürgerin über Gefährdungen durch Raser auf der Kreisstraße NEW 5 im Kreuzungsbereich Pressather Straße/Hauptstraße/Hohe Straße. Hallmann erklärte, dass er durchaus für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 70 sei, und empfahl den Bürgern, zur Bekräftigung dieses Wunsches auch selbst an das Landratsamt zu schreiben. Auf eine von Ulrich Hösl (CSU) vorgeschlagene Ortsschildversetzung werde sich die Kreisbehörde wohl nicht einlassen.

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