07.09.2018 - 16:26 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

Bücherzelle kommt in die Hauptstraße

Der Gemeinderat Schwarzenbach befürwortet die Aufstellung einer Bücherzelle. Das ist ein Schrank mit Büchern, der dazu dient, Bücher kostenlos, anonym und ohne Formalitäten zum Tausch oder Lesen anzubieten.

Die Fertigstellung des Bürger- und Kulturhauses "Alter Pfarrhof" 2019 scheint momentan durchaus realistisch.
von Autor ISProfil

Der Rat befürwortet die Aufstellung einer Bücherzelle. Das sei, so der Sitzungsleiter, ein Schrank mit Büchern, der dazu diene, Bücher kostenlos, anonym und ohne Formalitäten zum Tausch oder Lesen anzubieten. Im Gegensatz zu öffentlichen Büchereien, die in der Regel nur zu bestimmten Zeiten zugänglich sind, stünden die Bücherzellen jederzeit und für jedermann zur Verfügung.

Grundsätzlich standen alle Räte hinter dem Vorschlag des Bürgermeisters, allerdings gab es hinsichtlich des Standorts eine längere Diskussion. "An zentral gelegenen Orten, die leicht erreichbar sind und genügend Zulauf haben, werden die öffentlichen Bücherschränke zumeist schnell akzeptiert und gerne genutzt", betonte Hallmann. Sein Vorschlag war ein Standort in der Schwarzenbacher Hauptstraße gegenüber der Hausnummer 5. Hier herrsche Einsicht auf die Zelle, und die Gefahr von Vandalismusschäden könne vernachlässigt werden. Der Standort liege am Weg zur Schule und zum Kindergarten und werde vor allem von Kindern und Jugendlichen genutzt, die durch die Bücherzelle zum Lesen animiert werden könnten.

Diesem Argument zeigten sich sehr viele aufgeschlossen, meinten aber, dass auch im Bereich des neuen Bürger- und Kulturhauses ein geeigneter Standort gefunden werden könnte. Zweiter Bürgermeister Alfons Przetak argumentierte, dass beim Standort in der Hauptstraße für das Fundament der Zelle Umbauarbeiten notwendig seien, die vermieden werden sollten. Bürgermeister Hallmann gab bekannt, dass eine Telefonzelle bereits im Besitz der Gemeinde sei und dass auf diese zurückgegriffen werden könnte. Letztendlich segnete der Gemeinderat den Standort in der Hauptstraße mit 8:3 Stimmen ab.

Ausführlich ging Hallmann auf den "Vitalitätscheck 2.0" für die Gemeinde ein. Dort wurde festgestellt, dass bis 2030 ein Wohnbaulandbedarf von vier Hektar bestehe. Der Gesamtbedarf aller Innenentwicklungspotenziale im Jahr 2016 werde in der Studie mit 8,6 Hektar beziffert. Das bedeute, dass der Siedlungsflächenüberschuss im Jahr 2030 ganze 4,6 Hektar betragen werde. Die Studie sehe einen Bedarf von rund 38 Wohnungen bis zum Jahr 2030. "Wir tun uns keinen Gefallen, wenn wir neue Bauflächen ausweisen", meinte Hallmann, der sich für Belebung der Baulücken aussprach. "Wir haben noch Innenentwicklungspotenziale."

Zum Schluss genehmigte das Gremium einen Antrag von Sherman Watts, Zeisigweg, auf Erteilung einer isolierten Befreiung vom Bebauungsplan für die Errichtung eines Gartenhauses. Mit der Info, dass das Landratsamt den Haushalt 2018 trotz Unterdeckung im Bereich Bestattungswesen, Wasser und Kanal genehmigt habe, beendete Hallmann die Sitzung. "Wir haben geregelte, gesunde finanzielle Verhältnisse. Da dürfen wir zufrieden sein."

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