Schwarzenbach bei Pressath
12.11.2018 - 12:03 Uhr

Probleme am Schwarzenbacher Friedhof

Ein Eimer voll mit Thujen-Wurzeln steht in der Schwarzenbacher Gemeinderatssitzung auf dem Tisch von Bürgermeister Thorsten Hallmann. Die Wurzeln weisen auf ein Problem im neuen Teil des Friedhofs hin.

Die Risse im Hauptweg zum Eingang zur Leichenhalle sind unübersehbar und sollen im kommenden Jahr beseitigt werden, wenn die sntsprechende Firma in Schwarzenbach einen anderen Auftrag ausführt. Bild: bey
Die Risse im Hauptweg zum Eingang zur Leichenhalle sind unübersehbar und sollen im kommenden Jahr beseitigt werden, wenn die sntsprechende Firma in Schwarzenbach einen anderen Auftrag ausführt.

Die Wurzeln der Thujen, die den neuen Friedhofteils umgeben, verbreiten sich rasend schnell unter Erde bis in die Gräber. Die Gräber werden durchwurzelt, die Grabbesitzer haben Angst, dass sich die Steine heben, sagte Bürgermeister Thorsten Hallmann.

Eine Mauer statt einer Thujenhecke kostet laut dem Gemeindeoberhaupt bei einer Höhe von 1,80 Meter und einer Länge von 170 Meter rund 93.000 Euro und scheidet damit aus. Bei einer Hecke, auch anderer Art, werde es immer Probleme mit Wurzeln geben, betonte der Bürgermeister. Als Möglichkeit zur Lösung des Problems nannte Hallmann die Entfernung der Hecke und das anschließende Setzen eines Zauns. Dazu legte der Bürgermeister Zahlen vor: Realistisch betrachtet kostet ein Industriezaun „pflegeleicht und anthrazitfarben“ zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Hallmann erinnerte die Gemeinderäte an die bestehende, haushaltsrechtliche Unterdeckung beim Friedhof, machte aber gleich deutlich, dass die Kosten einer neuen Einfriedung in die Gebührenberechnung mit einzubeziehen sind. Nach längerer Debatte quer durch den Sitzungsraum beschloss der Gemeinderat mit 10:2 Stimmen einen 1,60 Meter hohen anthrazitfarbenen Industriezaun als wirtschaftlichste Lösung - weil pflegeleicht - zu bevorzugen. Bis zur nächsten Sitzung soll das Bauamt Vergleichsangebote einholen.

Kurz entbrannte dann die Debatte über die Sanierung der Wege im alten Friedhofsteil. Dort sind mehrere quer über den Fußweg deutlich erkennbare Risse vorhanden. Hallmann erklärte, dass eine Straßenbaufirma diese Mängel beseitigen könne. Zum einen würde der Belag bei den schadhaften Stellen ausgeschnitten, dann wieder in seinem Niveau dem Gehweg anpasst. Letztlich solle der gesamte Weg eine neue Oberschicht bekommen. Die Kosten pro Quadratmeter belaufen sich laut Bürgermeister auf 27 Euro, insgesamt wären es rund 3.000 Euro. Der „neue“ Weg sei barrierefrei und mache wieder einen optisch ansprechenden Eindruck. Dieser Sanierung stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.