14.06.2020 - 11:32 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

Schwarzenbach stolz auf eigene Wasserversorgung

„Unsere Wasserproduktion erfolgt mit größter Sorgfalt.“ Das erklärte der Schwarzenbacher Wasserwart Sebastian Haslop laut Mitteilung von Bürgermeister Thorsten Hallmann den Mitgliedern des Gemeinderats.

Vor dem Hochbehälter (von links): die Gemeinderäte Richard Landgraf und Gerhard Melzner, Zweite Bürgermeisterin Anja Kirschsieper, Bürgermeister Thorsten Hallmann, Wasserwart Sebastian Haslop und die Gemeinderäte Sabine und Markus Thumfart.
von Externer BeitragProfil

Hallmann hatte die Räte zu einem Ortstermin zum Hochbehälter „Am Schafkopf“ eingeladen. Von dort wird ein Großteil des Schwarzenbacher Gemeindegebiets mit Trinkwasser versorgt.

Zu den Erläuterungen Haslops konnten sich die Kommunalpolitiker ein Bild vom guten Zustand der Wasserversorgung machen, die 1994 in Betrieb genommen wurde. Herzstück der Anlage ist der etwa 100 Meter tiefe Tiefbrunnen. Gefördert wird das Wasser mit einer Unterwassermotorpumpe, die 64 Meter unter der Oberfläche eingehängt ist.

Über eine Steigleitung wird das Grundwasser in die Brunnenstube geleitet. Von der Brunnenstube wird es weiter zum 200 Meter nördlich gelegenen Hochbehälter geleitet. Das Fassungsvermögen des Hochbehälters beträgt rund 400 Kubikmeter, aufgeteilt in zwei Kammern zu je 200 Kubikmetern, von welchen das Wasser zur Ortschaft geleitet wird. Der Hochbehälter befindet sich auf einer Geländehöhe von 460,5 Meter über Normalnull.

Am Hochbehälter wird das geförderte Rohwasser in einer offenen Filteranlage mit zwei Filterkammern mit Jurakalk entsäuert. Die Filter werden regelmäßig mit Wasser aus dem Hochbehälter rückgespült. Jährlich werden derzeit 53000 Kubikmeter gefördert. Zur Qualitätssicherung wird das Wasser regelmäßig beprobt. Der Einzugsbereich des Tiefbrunnens ist mit einem Wasserschutzgebiet gesichert.

Pechhof und ein weiterer kleinerer Gemeindebereich werde mit Wasser aus dem Hochbehälter Eichelberg der Stadt Pressath versorgt. „Hierdurch bilden wir einen Notverbund, der uns höchste Versorgungssicherheit bietet,“ erklärt Haslop diese interkommunale Zusammenarbeit.

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