Zu diesem Plus trugen auch die elf Geburten (Vorjahr: 13) bei, denen sieben Sterbefälle (Vorjahr: 11) gegenüberstanden. Als stabil wertete Bürgermeister Thorsten Hallmann in seinem Bericht zur Bürgerversammlung die Finanzlage der Gemeinde: Der Einkommenssteueranteil sei von 529 000 auf 580 000 Euro gestiegen, was auf eine gute Beschäftigungslage mit steigenden Arbeitsplatzzahlen hinweise. Dieser Einschätzung widerspreche nicht, dass die Gewerbesteuersumme um 21 000 auf rund 112 700 Euro zurückgegangen sei: „Unsere Unternehmen investieren viel, und diese Ausgaben wirken sich steuermindernd aus.“ Immerhin gebe es Anzeichen für einen neuerlichen Anstieg des Gewerbesteueraufkommens.
Ein Spiegelbild der wachsenden Gemeindeaufgaben sei das Haushaltsvolumen: „2004 betrug es insgesamt gut 1,8 Millionen, 2018 fast 4,28 Millionen Euro.“ Den Schuldenstand werde die Gemeinde bis Jahresende auf 631 433 Euro (542,47 je Einwohner) und damit um weitere 60 000 Euro abgebaut haben. Diesen Kreditverbindlichkeiten stünden Rücklagen von etwa 500 000 Euro gegenüber. „Wir haben es bisher geschafft, ohne Neuverschuldung auszukommen, und werden das hoffentlich auch in den nächsten Jahren schaffen“, wünschte sich Hallmann.
Allerdings bewirke finanzpolitische Solidität auch, dass die Gemeinde etwa bei der staatlichen Stabilisierungshilfe leer ausgehe: „Irgendwie fragt man sich schon, ob sich Leistung und Besonnenheit immer lohnen. Andererseits sind wir aber in unserer Finanzplanung freier und müssen nicht über jeden Euro Rechenschaft ablegen.“ Nicht zuletzt freute sich Hallmann, dass alle Gemeindeverantwortlichen an einem Strang ziehen, wenn es darauf ankommt: Von 136 öffentlichen und nichtöffentlichen Gemeinderatsbeschlüssen fielen 134 einstimmig.
Nicht unerwähnt ließ Bürgermeister Hallmann die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Pechhof und der Flur „Holzschneider“, die von Seniorenbeauftragtem Gerhard Przetak angeregte „offene Bücherzelle“ am Dorfplatz und die Installation von Ladesäulen für Elektroautos und -fahrräder beim Dorfladen in Zusammenarbeit mit der Energiegenossenschaft NEW. „Der Elektromobilität gehört die Zukunft, und die Gemeinde will zu ihrer Förderung beitragen“, bekräftigte er. Auch beglückwünschte er die „Schwarzenbacher Schenkelzinterer“ zum Kulturförderpreis des Landkreises: „Sie sind ein Markenartikel unserer Gemeinde.“
Als eine von neun Oberpfälzer Gemeinden, so Hallmann weiter, nehme Schwarzenbach am Programm „Marktplatz der Generationen“ der Staatsregierung teil. Die beiden ersten Workshops im Herbst hätten ergeben, dass hierfür Angebote in den Bereichen Mehrgenerationenwohnen, Tagespflege, Offener Mittagstisch und Generationenspielplatz geschaffen werden sollten.
Schließlich ging der Bürgermeister summarisch auf die zahlreichen weiteren kleineren und größeren „Baustellen“ ein, die für die nächsten Monate und Jahre auf der Agenda stünden. Ein Lob richtete er an die Einwohner: „Es ist beeindruckend, was ihr in unserer kleinen Gemeinde so alles bewegt.“
„Wir rechnen zwar damit, dass die Schlussabrechnungen für die Hauptstraßensanierung wegen des Gesetzes über die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge hinfällig werden, und haben die Abrechnungsbescheide deshalb noch nicht verschickt. Aber vorerst ist nichts endgültig, weil noch keine Vollzugsvorschriften ergangen sind“, merkte Bürgermeister Thorsten Hallmann bei der Bürgerversammlung zum Thema „Straßenausbaubeitragssatzung“ an.
Vorsichtig sollten die Bürger jedoch mit Forderungen nach einem Ausbau von Wohnstraßen sein: „90 Prozent der gemeindlichen Straßen sind nur staubfrei gemacht, gelten also nicht als ‚erstmalig hergestellt‘. Ein Ausbau fiele damit nicht unter das abgeschaffte Straßenausbaubeitragsrecht, sondern unter das weiterhin geltende Erschließungsbeitragsrecht, und wir müssten die Anlieger zu Erschließungsbeiträgen heranziehen.“ (bjp)













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