09.03.2021 - 09:52 Uhr
Schwarzenbach bei PressathOberpfalz

Super Ideen sind nicht alles bei der Ortsentwicklung Schwarzenbach

Nicht nur das Entwicklungskonzept für den Hauptort Schwarzenbach soll runderneuert werden: Auch für die Siedlung und die zu ihr führende Eichenstraße will die Gemeinde eine "vorbereitende Untersuchung" erarbeiten lassen.

Auch für die Siedlung und die zu ihr führende Eichenstraße will die Gemeinde eine "vorbereitende Untersuchung" erarbeiten lassen.
von Bernhard PiegsaProfil

Seit 2011 ist es die Grundlage für alle städtebaulichen Planungen, Förderanträge und Arbeiten in der Gemeinde Schwarzenbach: das integrierte Ortsentwicklungskonzept, das den schmucklosen Titel einer „vorbereitenden Untersuchung“ trägt. Viel hat sich seither getan, gesetzliche und regionalplanerische Rahmenbedingungen haben sich geändert – Grund genug, der „Magna Charta der Ortsplanung“ eine Runderneuerung zu gönnen.

„Wir haben in den letzten Jahren mehr als vier Millionen Euro für die Ortskernsanierung und für Einzelprojekte wie den Dorfladen oder das Bürger- und Kulturhaus verbaut, ein kommunales Förderprogramm für private Sanierungsmaßnahmen aufgelegt, die unentbehrlichen Zuschüsse insbesondere aus der Städtebauförderung erschlossen und so unsere Gemeinde weitergebracht“, blickte Bürgermeister Thorsten Hallmann in der März-Gemeinderatssitzung zurück. Basis und Ausgangspunkt dieses Erfolgs sei nicht nur die „vorbereitende Untersuchung“ gewesen, sondern auch die stete Bereitschaft des Gemeinderats, „das, was darin festgelegt wurde, umzusetzen: Denn mit super Ideen allein ist es nicht getan.“

Dieser konstruktiven Arbeit des Gemeinderats, der dabei kontroverse Diskussionen um einzelne Vorhaben nicht gescheut habe, verdanke die Gemeinde wesentlich ihren guten Ruf in der Region, urteilte Hallmann.

Um das Entwicklungspotenzial des Ortes Schwarzenbach weiter auszuschöpfen, sei es nun unumgänglich, die „vorbereitende Untersuchung“ zu aktualisieren und beispielsweise die geplante Neugestaltung von Sporthalle und Gemeindezentrum samt Umfeld oder des Bahnhofsgeländes darin aufzunehmen. Die Konzeptfortschreibung sei freilich nicht „von heute auf morgen“ zu bewerkstelligen: „Das bereits Erreichte muss dokumentiert und evaluiert werden, Beratungen mit Fachstellen sind ebenso vonnöten wie Bürgerbefragungen.“

Die Regierung der Oberpfalz, so Thorsten Hallmann, begrüße die Absicht, das Ortsplanungskonzept fortzuschreiben und so „auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu gehen“. Im Auge behalten müsse man auch die weitere Entwicklung des Freizeitsees Dießfurt: „Sie ist zwar kein Projekt der Gemeinde, aber wir müssen erwägen, welche Infrastruktur wir vorhalten müssen, wenn sich dieses Areal so entwickelt, wie nicht nur wir das erhoffen.“

Der Gemeinderat votierte einstimmig dafür, ein Planungsbüro mit der städtebaulichen Konzeptaktualisierung zu beauftragen. „Im Hinterkopf behalten“ müsse man ferner die Aufwertung der Siedlung und der dorthin führenden Eichenstraße, kündigte der Bürgermeister an: „Hierfür werden wir alsbald eine eigene vorbereitende Untersuchung erarbeiten lassen, für die wir voraussichtlich mit Landesfördergeldern rechnen können.“

Die Pandemie hat die nördliche Oberpfalz fest im Griff

Oberpfalz

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.