20.04.2020 - 15:04 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

1. FC Schwarzenfeld feiert erst nächstes Jahr

Der 1. FC Schwarzenfeld wurde im Mai 1920 gegründet - seitdem sind 100 Jahre vergangen, und heuer sollte dieser freudige Anlass im September mit einem großen Festwochenende gefeiert werden. Aber da kann das große FC-Fest nicht stattfinden.

FC-Vorsitzender Stefan Harmsen
von Externer BeitragProfil

Seit März hält jedoch die Situation um die Coronavirus-Pandemie die Bundesrepublik, ganz Europa und die Welt in Atem. Mit Sorge verfolgen viele Menschen die Auswirkungen. Auch von Seiten der bayerischen Landesregierung wurden frühzeitig drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie unternommen. So ruht seit Wochen der gesamte Sport- und Trainingsbetrieb, es finden keine Kurse oder Übungen statt, und die Sportstätten sind geschlossen, auch Tennisplätze, Tribüne und Stadion bleiben leer, zur Sicherheit und aus Rücksicht auf unsere Mitmenschen.

Die Geselligkeit in der Vereinsgaststätte oder die ehrenamtliche Arbeit und Kommunikation in den Abteilungen und im Hauptverein des 1. FC Schwarzenfeld sind nur stark eingeschränkt über Mail und Telefon möglich; persönliche Treffen und Gespräche entfallen praktisch komplett.

Letzte Woche wurden von Seiten der Bundesregierungen alle Großveranstaltungen bis mindestens 31. August untersagt - noch ist zwar offen, was unter "groß" zu verstehen ist, jedoch kann sich im Moment wohl niemand vorstellen, dass es in diesem Frühjahr und Sommer Volksfeste, Dult oder andere für Bayern typische Festlichkeiten geben wird. Viele der bereits anlässlich des Jubiläums geplanten Veranstaltungen wie das Kinderturnfest, Jugendfußballturniere und Sportveranstaltungen sind aller Voraussicht nach also nicht gestattet. Auch über den August hinaus ist derzeit nicht absehbar, ob und in welchem Rahmen wieder Veranstaltungen erlaubt oder umsetzbar sein werden.

"Aus diesem Grund haben wir uns im kleinen Kreis der Vorstandschaft ausgetauscht und sind zu der Entscheidung gekommen, dass wir die Feierlichkeiten zu unserem 100-jährigen Bestehen ins nächste Jahr 2021 verschieben werden", erklärte FC-Vorstand Stefan Harmsen. Einerseits sei es in der momentanen Situation nicht möglich, die noch nötigen Planungsschritte für das Festwochenende konstruktiv umzusetzen, andererseits falle es uns auch schwer, bei den vielen Partnern, Unterstützern und Sponsoren aus der Marktgemeinde und der Region um Unterstützung für unser Jubiläum zu bitten.

Es ist verständlich, dass durch die einschneidenden Maßnahmen viele Geschäfte und Unternehmen betroffen sind, auch der Verein und seine Abteilungen spüren die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Krise. "Vor allem aber sind wir der Meinung, dass die Situation, wie Sie im Moment leider ist, nicht den angemessenen und würdigen Rahmen bieten kann, um 100 Jahre 1. FC Schwarzenfeld gebührend zu feiern", betonte Harmsen. Schon einmal wurde eine solche Entscheidung getroffen und ein Jubiläum sogar erst vier Jahre später gefeiert - denn der 25. Geburtstag des 1. FC Schwarzenfeld fiel ins Jahr 1945.

"Wir sehen es als unsere Aufgabe, diesem Jubiläum einen festlichen Charakter zu geben, an den man sich gerne auch noch viele Jahre später zurück erinnert, und natürlich wollen wir auch den Verein hoch leben lassen und zusammen mit unseren vielen Mitgliedern und allen Schwarzenfeldern unbeschwert feiern - jedoch ist das zu unserem Bedauern dieses Jahr nicht möglich", teilte der Vorsitzende mit. Er hofft bei den Mitgliedern auf Verständnis für diese Entscheidung - aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben! "Jetzt ist es vielleicht an der Zeit für bleibdahoam, Rücksicht aufeinander zu nehmen, auf unsere Mitmenschen Acht zu geben und mit Vorsicht und Vernunft durch die Krise zu kommen - irgendwann wird es auch wieder eine Zeit geben, um zu feiern."

Sobald ein Ende der Krise in Sicht ist, werde man sich über neue Termine im kommenden Jahr austauschen und diese bekanntgeben, wenn sie konkret sind. Schon jetzt bat Stefan Harmsen bei allen um Mithilfe, um das Jubiläum dann im kommenden Jahr zu planen, zu gestalten und zu unterstützen. Mit vielen Schritten in der Planung müsse man leider ganz von vorne beginnen. Vielleicht gelte der Zusammenhalt im Verein noch ein wenig mehr, wenn diese schwere Krisensituation vorüber ist.

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