21.10.2019 - 17:09 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

85 Jahre und in bester Form

Seit 85 Jahren gibt es das Kloster der Passionisten auf dem Miesberg. Ebenso lange besteht der Bergchor St. Barbara, der in der Wallfahrtskirche regelmäßig die Gottesdienste gesanglich begleitet.

Chorvorsitzender Markus Kasparides ehrt Xaver Donhauser für 40 Jahre, Alois Graf für 25 Jahre und Bernd Ulbrich für 50 Jahre Zugehörigkeit zum Männerchor (von links). Rektor Pater Lukas Temme (rechts) gratuliert ebenfalls.
von Manfred BäumlerProfil
Sie wurden neu in die Gemeinschaft der Sänger aufgenommen: (von links) Marco Strießl, Heinrich Weber und Jürgen Probst.

Dieses Jubiläum haben Chor und Angehörige des Klosters zum Anlass genommen, um mit einem festlichem Gottesdienst Dank zu sagen und Rückschau zu halten.

Mit Seltenheitswert

"In der Diözese Regensburg dürfte es einmalig sein, dass Männer eines Kirchenchores traditionell den sonntäglichen Gottesdienst umrahmen", zollte Zelebrant Dekan Michael Hoch beim festlichen Gottesdienst den knapp 40 Männern Hochachtung und Respekt für ihr Tun. Damit brachte er auch die besondere, persönliche Bedeutung von Kirche und Kloster als "Symbol des Vertrauens" für Sänger und Patres gleichermaßen zur Sprache. Mit einem Rückblick auf 85 Jahre Chorgeschichte machte der Dekan deutlich: "Für die Sänger dort oben auf der Empore ist die Kirche seit dem Gründungsjahr 1934 Heimat im Glauben."

Festlich herausgeputzt fanden sich die Sänger mit ihren Familien zum weiteren Verlauf im Restaurant Miesberg ein. Auch die große Gemeinschaft der Passionisten vom Miesbergkloster war zugegen. Ansprachen, Rückblicke und Ehrungen mit Neuaufnahmen bestimmten den Rahmen der Zusammenkunft. "Bekannte und mit dem Berg auf das Engste verbundene Persönlichkeiten, wie die Patres Viktor Koch, Christoph Berlo, Peter Nisi, Michael Hösl oder auch die beiden Klosterbrüder Gabriel Baumann und Bernhard Radhoff gaben dem Kloster ein Gesicht", erinnerte Rektor Pater Lukas Temme an tragende Säulen von Kloster und Bergchor. Mit Worten des Dankes, aber auch mit Zuversicht im Wissen um junge Angehörige beim Chor und im Kloster blickt der Klosterobere mit Freude in die Zukunft. "Wir wollen zusammen mit dem Bergchor unseren Auftrag leben", bekräftigte Pater Lukas die gemeinsame Aufgabe und das Ziel von Kloster und Chor.

Chorvorsitzender Markus Kasparides blickte auch auf schwierige Phasen der Chorentwicklung, etwa während des Krieges oder auf Jahre mit "Rissen in der Gemeinschaft der Sänger" vor über 40 Jahren. Nicht ohne Stolz und mit einer gehörigen Portion Dankbarkeit kann er heute feststellen: "Wir sind eine Einheit und stehen heute als Bergchor gestärkt wie selten zuvor mit Freude am Gesang und in Kameradschaft zusammen." Diese Entwicklung wird auch durch neue Sänger wesentlich mitbestimmt, was sich immer wieder durch Aufnahmen in die Chorgemeinschaft zeigt. Mit Heiner Weber, Jürgen Probst und Marco Strießl gehören künftig Sänger und Musiker dem Bergchor an, für die Partituren und Notenblätter kein Neuland bedeuten. Ob im Gesang, auf der Trompete oder auch an der Kirchenorgel - die Drei passen sowohl musikalisch als auch kameradschaftlich zur Sängergemeinschaft, ist sich die Chorfamilie einig.

Urkunde des Bischofs

Drei herausragende Beispiele für Idealismus über Jahrzehnte hinweg wurden in der Person von Alois Graf, Xaver Donhauser und Bernd Ulbrich geehrt. Seit 25 Jahren gehört Alois Graf dem Chor an und hat dort seine musikalische Heimat gefunden und übernimmt in der Vorstandsriege Verantwortung. Beschreibungen wie Freund, Wohltäter oder auch technischer Allrounder charakterisieren seit 40 Jahren das Chormitglied Xaver Donhauser. "Mit deinen über 80 Jahren gehörst du zweifellos zu den aktivsten Sängern", lobt der Vorstand das Engagement des Jubilars.

Seit 50 Jahren gehört der Dirigent, Organisator und die gute Seele des Bergchores, Bernd Ulbrich, der Gemeinschaft an. Über 40 Jahre dieser Zeitspanne treibt er als Motor mit Messen, Liedern und auch in gesellschaftlicher Hinsicht den Chor erfolgreich an. Neben Urkunde und Treuenadel für ein halbes Jahrhundert Chorzugehörigkeit konnte Pater Lukas Temme mit einer besonderen Überraschung aufwarten: Einer Dankurkunde des Diözesanbischofs Rudolf Voderholzer für "verdienstvolles Wirken in der Kirchenmusik". Darüber hinaus erhielt Bernd Ulbrich die Verdienstnadel des Allgemeinen Deutschen Cäcilienverbandes.

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