07.07.2019 - 14:49 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

"Ich bin da, ich bin bereit"

Ein junger Mann legt ein besonderes Glaubenszeugnis ab: Er wird zum Priester geweiht. Pater Dominikus Hartmann übernimmt damit Verantwortung in der Nachfolge Christi.

Ein großer Tag im Schwarzenfelder Passionistenkloster: Durch Handauflegung und Weihegebet erteilt Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg Pater Dominikus den Auftrag, künftig als Priester zu wirken.
von Manfred BäumlerProfil
Außergewöhnlich viele Geistliche und Mitbrüder begleiten den Neupriester bei der Priesterweihe.
Volksnah und unkompliziert gibt sich Weihbischof Florian Wörner bei der Agape auf dem Kirchhof.

Die Priesterweihe von Dominikus Hartmann am Samstag auf dem Miesberg ähnelt einem großen Familienfest. Bänke und Stühle werden herbeigeschafft, um für den feierlichen Weihegottesdienst in der Miesbergkirche die nötigen Sitzplätze bereit zu stellen. Viele Kirchenbesucher im farbenprächtigen Trachtengewand verraten, dass sie einen weiten Weg aus dem Allgäu hinter sich haben. Wen wundert es, der Weihekandidat hat seine Wurzeln im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und beim großen Ereignis wollen sie dabei sein: Freunde, Bekannte und natürlich die Familie von Martin Hartmann, so sein Taufname.

"Es gehört zum Leben"

In die Hände von Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg verspricht Pater Dominikus, sich ganz in den Dienst des Herrn zu stellen und im Gehorsam seinem Bischof zu dienen. Mit einem laut hörbaren "Ich bin da, ich bin bereit!" bezeugt der Weihekandidat seine unabdingbare Bereitschaft, sein Wirken als Fundament priesterlichen Tuns zu sehen. Nach dem Weihegebet und dem Anlegen der priesterlichen Gewänder ist es für jedermann ersichtlich: Ein junger Mann hat sich aufgemacht, um Jesus nachzufolgen. "Das Kreuz, es gehört zum Leben und es hat noch nie geschmeckt, aber wenn du das Kreuz gerne trägst, dann trägt es dich" so der Weibischof im Hinblick auf sein Tun bei den Passionisten.

Die Hände als Priester nicht in den Schoß zu legen, dazu fordert ihn Bischof Wörner auf und erteilt dem Neupriester den Auftrag, die Hand dort aufzulegen, wo sie gebraucht wird. Der feierliche Gottesdienst wurde musikalisch und gesanglich vom Bergchor St. Barbara und der Gruppe "Alive" gestaltet. An der Orgel begleitete Stefanie Jehl die Priesterweihe.

Aus eigenen Stücken

Emotional wurde es, als nach dem Festmahl im Saal des Restaurants Miesberg die Familie des jungen Priesters mit Eltern und Geschwistern gesanglich das bisherige Leben von Pater Dominikus beleuchteten. "Niemand hat je zu mir gesagt, dass ich ins Kloster gehen soll", bekräftigte der Passionist seinen selbst gewählten Schritt und dankte allen, die ihn auf diesem Weg in vielfältiger Weise begleitet haben.

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