08.03.2019 - 15:21 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Blasorchester in Feierstimmung

Die Bläserphilharmonie Regensburg unter der Leitung von Alejandro Vila feiert unter dem Motto "Celebration" das 25-jährige Jubiläum. Mit 16 Auftritten in Schwarzenfeld hat sich das Orchester bereits fest etabliert.

Die einzelnen Instrumenten- Gruppen brillierten durch präzises Zusammenspiel.
von Herbert RohrwildProfil
Die Bläserphilharmonie Regensburg gastierte zum 25-jährigen Jubiläum unter dem Motto „Celebration“ zum 16. Mal in Schwarzenfeld. Unter der Leitung von Alejandro Vila spielte sich das Orchester in der Sportparkhalle in die Herzen des begeisterten Publikums.

In der Sportparkhalle erlebten die zahlreichen Besucher - darunter Bürgermeister Manfred Rodde mit Gattin Hermine - ein musikalisches Feuerwerk. Mächtige Paukenschläge eröffnen das gleichnamige Originalwerk "Celebration" des britischen Komponisten Philip Sparke (geb 1961). Entspanntes Tempo mit solistischen Passagen der Holzbläser übernimmt das musikalische Dahingleiten. Großer Klang setzt ein und das Werk nimmt Fahrt auf. Schöpferisch spiegelt die Komposition gleichsam den 25-jährigen Werdegang der Bläserphilharmonie Regensburg wider. Laute und leise Tonläufe markieren Erfolge und Fehltritte. Mit einem schnellen Schlussteil steuern das Werk und das Orchester dem großen Jubiläum entgegen - als hätte Philip Sparke das Werk "Celebration" für das heutige Publikum geschrieben, ist im Programmheft zu lesen.

Moderator Uli Rucktäschel führt durch das Programm und charakterisiert fundiert die ausgewählten Stücke. Children's March "Over the hills and far away" - ein Kinderliedermarsch des australisch - amerikanischen Komponisten Percy Grainger (1882 - 1961) zählt zu den "Klassikern" des Sinfonischen Blasorchesters. Kinderlieder werden als Marsch vertont, von den verschiedenen Instrumenten umspielt und parodiert .

Die berühmt gewordene Melodie des Film-Komponisten Ennio Moricone (geb. 1928) entstammt dem Film "The Mission". Er beinhaltet die Christianisierung der Ureinwohner Südamerikas. Ein Jesuitenpater beeindruckt mit seinem Oboenspiel die Indios und kann sie für sich gewinnen. Die Oboe - Solistin des Blasorchesters glänzt als sensible Gestalterin und sie unterstreicht bravourös ihr Können.

Das Orchester "bittet" das Publikum mit "Suite of old American Dances von Robert Russel Bennett (1894 - 1981) mit einem "Cake Walk" - es wird um einen Kuchen getanzt - gefolgt von einem aus Schottland stammenden Rundtanz und als 3. Satz "Western On - Step" - und setzt sich mit "Wallflower Waltz" fort und der schmissige "Ragtime" bildet den Abschluss.

Das Auditorium erlebte und erlebt in den weiteren Kompostionen musikalischen Genuss auf höchstem Niveau. Das Orchester begibt sich mit den folgenden Werken auf eine klangvolle Zeitreise: "Saga Candida" von Bert Appermon (geb. 1973) porträtiert mit schnellen, ungewohnten Taktwechseln ein düsteres Kapitel aus der Zeit der Hexenverfolgungen und Religionskriege. In "Flashing Winds" .von Jan von der Roost (geb.1956), einer der profiliertesten zeigenössischen Komponisten für das Blasorchester bieten die Blasinstrumente überzeugende Virtuosität. Zum Abschluss des Konzertes erklang die Orchesterouvertüre "Raise of the Son" von Rossano Galante (geb 1967). Der Titel könnte je nach Lesart ein Wortspiel enthalten: Auferstehung des Sohnes oder Aufgehen der Sonne. Beide Ideen hat der Komponist scheinbar zu einer musikalischen Idee verbunden, denn die Blechbläser schwingen sich zu immer neuen Höhenflügen bis zu einem strahlenden Finale auf.

Nach der Zugabe "Bilder einer Ausstellung" von Modest Mussorgski - ein Musterbeispiel für Programmmusik, die Bilder und Gemälde beschreibt- verabschiedeten sich die begeisterten Besucher mit einem nicht enden wollenden Applaus und Standing Ovations.

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