16.05.2021 - 16:42 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Blitz setzt landwirtschaftliches Gebäude in Pretzabruck in Brand

Der laute Krach eines Blitzschlags deutet am Sonntag auf nichts Gutes hin. Und tatsächlich erheben sich kurz darauf Qualmwolken über dem landwirtschaftlichen Anwesen in Pretzabruck. Die Kühe, drei an der Zahl, können gerettet werden.

von Manfred BäumlerProfil

Gegen 15.30 Uhr vernahm während eines aufgezogenen Nachmittag-Gewitters der Hofeigentümer Michael Lohbauer einen lauten Knall in seinem landwirtschaftlichen Gebäude an der Durchgangsstraße des kleinen Ortes, das als Stallung und Scheune für Stroh und Heu dient. „Erst dachte ich an nichts Schlimmes, bis ich den Rauch über die Schwarzach hinweg in Richtung Autobahn ziehen sah,“ schilderte der 66-Jährige seine Wahrnehmungen. Massive Rauchentwicklung aus dem Dachgebälk ließ schnell erkennen, dass die Vorräte und der Stall, in dem sich drei Rinder befanden, bereits lichterloh brannte. Die Tiere konnten glücklicherweise ins Freie gebracht werden.

Wie Feuerwehrsprecher Hans-Jürgen Schlosser berichtete, waren binnen kürzester Zeit 175 Einsatzkräfte vor Ort und konnten aus der vorbeifließenden Schwarzach auf kurzer Strecke Löschwasser entnehmen. Die Feuerwehren aus Pretzabruck, Diendorf, Frotzersricht, Altfalter, Fronberg, Schwarzenfeld, Wölsendorf, Dürnsricht, Stulln waren im Einsatz. Auch die Schwandorfer Feuerwehr war mit ihrer Drehleiter anwesend, um das Feuer von oben bekämpfen zu können. Nahrung bekamen die Flammen unter anderem von den Futtervorräten, die im oberen Bereich des betroffenen Gebäudes gelagert waren.

Unterstützung erhielten die Wehrmänner vom Technischen Hilfswerk, das ebenfalls an der Brandort geeilt war. Vorsorglich hatte man auch den Rettungsdienst benachrichtigt. Als Einsatzleiter fungierte Kommandant Matthias Butz von der Pretzabrucker Wehr. Ebenso waren der neue Kreisbrandrat Christian Demleitner, sowie Kreisbrandinspektor Johann Gietl und Kreisbrandmeister Sepp Lingl an der Brandstelle eingetroffen.

Bleibt die Bilanz zu ziehen, dass glücklicherweise keine Personen zu Schaden gekommen sind, aber an dem fast historisch anmutendem Einzelgebäude im Ensemble eines früheren Bauernhofes Totalschaden eingetreten sein dürfte. Den schätzt die Polizei vorsichtig auf rund 100 000 Euro. Ein Statiker wurde zur Rate gezogen, da das Bauwerk einsturzgefährdet wirkte. Der Fachmann bestätigte diese Befürchtungen. Am Ende blieben Feuerwehrmänner vor Ort, die sich um mögliche Brandnester kümmerten.

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