Was die Entwicklung des Ortskerns anbelangt, so gab es bei der Bürgerversammlung zwei unterschiedliche Nachrichten. Ein „eindeutiger Erfolg“ sei der Erwerb der ehemaligen Birnbaum-Fabrikhalle durch den Markt, der das Grundstück endlich erwerben konnte. Der Abriss soll so schnell wie möglich erfolgen. Der Name Birnbaum geht auf die früheren Besitzer zurück. Beide sind bereits verstorben und in Israel beerdigt. Bis Mitte der 1970er Jahre wurden in dieser Fabrik hauptsächlich Schale und Tücher hergestellt. Danach hat man im ehemaligen Ladengeschäft nur noch Kleidung verkauft und seit 2006 ist auch jenes Geschäft geschlossen.
Weniger fröhlich machte den Bürgermeister, dass der Markt beim Gasthof Bauer mit seinem Kaufangebot „leider nicht zum Zug gekommen ist“; das große Haus wurde an jemand anders verkauft. Durch den Verkauf an einen Investor sei es dem Markt jetzt nicht mehr möglich, als Eigentümer zu handeln. „Allerdings hat der Markt noch immer die Planungshoheit und könnte mit einem Bebauungsplan die Gestaltung und Nutzung vorgeben.“ Soll es nicht beim Planen bleiben, ist die Abstimmung mit dem Eigentümer notwendig. „Von beiden Seiten wird die Bereitschaft bekundet, die Ziele gemeinsam zu verfolgen“, versicherte Rodde.
Dass in drei Jahren 58 Bauanträge für Ein- oder Mehrfamilienhäuser eingereicht wurden, ist laut Rodde ein gutes Zeichen: „Die Bautätigkeit bleibt bisher auf einem hohen Stand. Bei dem Thema Wohnungsbau gibt es aber einen Wermutstropfen. „Die eigentlich wünschenswerte Nachverdichtung stellt sich für den Markt Schwarzenfeld als schwierig heraus, weil viele Besitzer ihr unbebautes Grundstück nicht verkaufen wollen.“
Rodde ging auch auf die Notwendigkeit ein, die Feuerwehrhäuser zu vergrößern. Bei den Gerätehäusern in Pretzabruck, Frotzersricht und Sonnenried soll die Stellplatzsituation verbessert werden, da sie neue Löschfahrzeuge erhalten werden. Außerdem sollte künftig die Einsatzbekleidung getrennt von den Fahrzeugen aufbewahrt werden.
Thema war auch die geplante Parkour-Anlage. Sie werde beim Hallenbad entstehen: „Es soll eine zentrumsnahe und öffentlich zugängliche Anlage errichtet werden, bei der verschiedene Schwierigkeitsgrade für alle Altersgruppen berücksichtigt werden.“ Bei geschätzten Kosten von 120 000 Euro sei eine Förderung von 50 000 Euro zu erwarten.
Der Markt Schwarzenfeld verfügt über vier Feuerwehren. Unter den insgesamt 124 Aktiven sind 20 Frauen.
Die Wehr von Schwarzenfeld hat 55 Aktive, davon 7 weibliche. Pretzabruck: 30 Aktive, 1 Frau; Frotzersricht: 24 Aktive, 2 Frauen; Sonnenried: 35 Aktive, 10 Frauen. Insgesamt haben die vier Wehren im letzten Jahr 147 Einsätze absolviert, wobei allein 107 auf die Feuerwehr Schwarzenfeld entfielen.
Laut Feuerwehrgesetz muss eine Wehr „grundsätzlich jede an einer Straße gelegenen Einsatzstelle in ihrem Gebiet“ innerhalb einer Hilfsfrist von zehn Minuten erreicht. Die Feuerwehren im Marktbereich schneiden hierbei sehr gut ab, da sie in über 93 Prozent der Fälle innerhalb dieser Frist am Einsatzort sind. Sie werden somit als „uneingeschränkt leistungsfähig“ bewertet.













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