19.09.2019 - 14:56 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Demokratie mit Leben füllen

Große Ehre für 17 langjährige Kommunalpolitiker im Bezirk: Sie sind im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz mit der kommunalen Verdienstmedaille bedacht worden. Darunter sind auch vier Frauen und Männer aus dem Landkreis Schwandorf.

Maria Baumer (mit Medaille, von links), Sonja Laußer, Franz Grabinger und Josef Sturm nahmen die Auszeichnung in Regensburg von Regierungspräsident Axel Bartelt (Vierter von links) entgegen. Weitere Amtsträger gratulierten bei der Veranstaltung.
von Hanna Gibbs Kontakt Profil

Seit 30 Jahren werden im Freistaat so Personen geehrt, die sich in besonderer Weise um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Aus dem Landkreis Schwandorf nahmen vier Mandatsträger die Verdienstmedaille in Bronze entgegen.

Set fast drei Jahrzehnten engagiert sich Maria Baumer (CSU) für die Anliegen der Bürger des Marktes Winklarn. Seit 1990 ist sie Mitglied des Marktgemeinderats, davon sechs Jahre als dritte Bürgermeisterin und seit 2014 als zweite Bürgermeisterin. Mitglied des Kreistags Schwandorf ist sie seit 1996. "Während Ihres bisherigen kommunalpolitischen Wirkens haben Sie sich immer für die Belange des Marktes Winklarn eingesetzt", sagte Regierungspräsident Axel Bartelt in seiner Laudatio. "Besonders am Herzen liegt Ihnen die Entwicklung des ländlichen Raumes." Beispielhaft sei Baumers Mitgliedschaft im Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe "Brückenland Bayern - Böhmen". Ziel dieser Initiative sei es, innerörtliche Leerstände einer neuen Nutzung zuzuführen.

Franz Grabinger (CSU) ist seit 1990 Mitglied des Gemeinderats in Schwarzach, seit 2008 zweiter Bürgermeister. "In diesen Jahren haben Sie sich mit großem Engagement für das Wohl der Gemeinde und deren Bürger eingesetzt und die Entwicklung der Gemeinde aktiv mitgestaltet", betonte Bartelt. Während eines längeren krankheitsbedingten Ausfalls des damaligen ersten Bürgermeisters habe Grabinger die Geschicke der Gemeinde federführend geleitet. Ein besonderes Anliegen sei ihm der Erhalt der kommunalen Partnerschaft mit der tschechischen Gemeinde Pocinovice.

Zwölf Jahre Bürgermeisterin

In Schwarzenfeld ist Sonja Laußer (CSU) seit 1990 Mitglied des Marktgemeinderats, davon zwölf Jahre als zweite Bürgermeisterin. "In all den Jahren haben Sie die positive Entwicklung des Marktes Schwarzenfeld aktiv mitgestaltet", hob der Regierungspräsident hervor. So sei der Ortskern von Schwarzenfeld saniert und die umliegenden Ortsteile an die zentrale Entwässerungsanlage angeschlossen worden. Besonders am Herzen würden Laußer die Beziehungen zur österreichischen Partnergemeinde Straß in der Steiermark liegen.

Ebenfalls seit 29 Jahren ist Josef Sturm (Wählergemeinschaft Fensterbach-Högling) in der Kommunalpolitik aktiv. Seit 1990 ist er Mitglied des Gemeinderats in Fensterbach, davon 18 Jahre als dritter Bürgermeister. Seit 2014 ist er zweiter Bürgermeister. "In all den Jahren haben Sie sich mit großem Engagement für das Wohl der Gemeinde Fensterbach eingesetzt", sagte Bartelt. So seien in dieser Zeit das Schulhaus in Dürnsricht sowie der Kindergarten in Högling saniert und erweitert worden. Mit der Erschließung verschiedener Baugebiete sei Bauwilligen der Zuzug erleichtert worden.

Meist ehrenamtlich tätig

In seiner Begrüßung hatte Regierungspräsident Bartelt die Bedeutung der kommunalen Selbstverwaltung in Bayern betont. Sie erfülle an der Nahtstelle zwischen Bürger und öffentlicher Verwaltung eine wichtige Funktion und ermögliche Entscheidungen mit der Sachkenntnis vor Ort. "Um die Demokratie mit Leben zu füllen, brauchen wir Menschen wie Sie, die sich in der Kommunalpolitik engagieren und das öffentliche Leben aktiv mitgestalten", richtete sich der Regierungspräsident an die Geehrten. Nirgendwo sonst seien die Auswirkungen von Entscheidungen so unmittelbar zu spüren wie auf kommunaler Ebene.

Dabei sei kommunalpolitisches Engagement nicht immer einfach, räumte Bartelt ein. Lokale Mandatsträger würden häufig auch bei alltäglichen Tätigkeiten wie dem Supermarkteinkauf mit Anliegen von Bürgern konfrontiert. Für ihre Entscheidungen müssten sie den Bürgern, die sie gewählt haben, Rechenschaft ablegen. Zudem seien die Mandatsträger meist ehrenamtlich tätig und erhielten für ihre Arbeit lediglich eine Aufwandsentschädigung. Umso mehr dankte Bartelt den Geehrten für ihre Bereitschaft, sich für die Gemeinschaft einzusetzen und für demokratische Werte einzustehen.

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