18.03.2019 - 14:40 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Dienstleister für ländlichen Raum

Seit 44 Jahren springen die Mitarbeiter des "Maschinenrings Schwandorf" überall dort ein, wo Not am Mann ist. Das wird auch an den Zahlen für das vergangene Jahr deutlich.

Carl Graf zu Eltz, Philipp Schönbach und Christian Weiß (von links) sprachen bei der Mitgliederversammlung des Maschinenrings.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Fällt der Bauer oder die Bäuerin am Hof aus, schickt die Selbsthilfeeinrichtung eine landwirtschaftlich ausgebildete Fachkraft zur Überbrückung der Situation. Im vergangenen Jahr leisteten die Betriebshelfer 53 222 Stunden. Seit 2002 ist Carl Graf zu Eltz Vorsitzender des Fördervereins mit aktuell 1892 Mitgliedern. Ihm ist um die Zukunft des Maschinenrings nicht bange, denn: "Der Strukturwandel in der Landwirtschaft und die Globalisierung verlangen nach einer noch intensiveren Zusammenarbeit." Ein fünfköpfiges Team in der Geschäftsstelle kann auf einen Mitarbeiterstamm von rund 50 Leuten zurückgreifen und koordiniert deren Einsätze.

Geschäftsführer Christian Weiß ist ständig auf der Suche nach neuen Fachkräften, die er als Betriebshelfer, im Winterdienst, in der Grünflächenpflege, im Forst, bei der Ernte sowie in betrieblichen oder privaten Haushalten einsetzen kann. Die Geschäftsstelle rechnet mit den sozialen Kostenträgern sowie den kommunalen und privaten Auftraggebern ab und zahlt die Mitarbeiter aus. Bei den Helfern handelt es sich um neben- und hauptberufliche oder selbstständige Mitarbeiter. Sie übernehmen alle Arbeiten, die anfallen. Von den Tätigkeiten im Stall und auf dem Feld bis zur Hausarbeit. Der Maschinenring erzielte im vergangenen Jahr einen Verrechnungswert von 7,8 Millionen Euro. Das Ergebnis wertete Weiß als Beweis, "dass die Kunden mit unserer Dienstleistung zufrieden sind". Vor allem im gewerblichen Bereich, bei den Garten- und Forstarbeiten sowie im Winterdienst sei der Maschinenring auf der Suche nach personeller Verstärkung. Christian Weiß lobt die gute Zusammenarbeit mit den Naturpark- und Landschaftspflegevereinen, für die der Maschinenring im vergangenen Jahr 90 Pflegemaßnahmen übernommen habe. Auch in das Kulap-Heckenpflegeprogramm sei der Verein eingebunden.

Bei der Versammlung in Schwarzenfeld stellte sich der neue Mitarbeiter Georg Sachs vor. Der ehemalige Verkaufsleiter einer Baumschule wechselte zum Maschinenring und ist dort für die Pflege der sozialen Netzwerke, die Einteilung der Leasing-Schlepper, die Organisation der GPS-gestützten Bodenprobenentnahme und für Fragen der Düngeverordnung zuständig. Der Maschinenring besitzt keine eigenen Maschinen, sondern vermittelt sie nur vom Besitzer an den Entleiher. Philipp Schönbach ist Betriebsdirektor der Versicherungsgesellschaft "Vereinigte Hagel". Er machte auf die veränderte Gefahrenlage aufmerksam. Während sein Unternehmen Hagel- und Starkregenschäden reguliere, komme mit der anhaltenden Trockenheit ein Riesenproblem auf die Landwirte und Versicherer zu, denn: "Dürre lässt sich nur schwer versichern." Hier sei die Politik mit Ausgleichszahlungen gefordert.

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