Schwarzenfeld
23.10.2023 - 14:37 Uhr

EM-Spitzenplatz für Oberpfälzer Parforcehornbläser

Spielten bei der Europameisterschaft der Parforcehornbläser: Michael Süß, Markus Bäuml, Ludwig Schmiedt, Karo Wenisch, Stefan Mackle, Hubert Bäuml, Christian Weiß, Klaus Kirsch, Drewes Chlup und Reinhard Proske. Bild: DJV / Wildgeflüster/exb
Spielten bei der Europameisterschaft der Parforcehornbläser: Michael Süß, Markus Bäuml, Ludwig Schmiedt, Karo Wenisch, Stefan Mackle, Hubert Bäuml, Christian Weiß, Klaus Kirsch, Drewes Chlup und Reinhard Proske.

Kürzlich hat in Suhl/Thüringen die dritte Europameisterschaft der Jagdhornbläser stattgefunden. Zum ersten Mal mit dabei waren die Oberpfälzer Parforcehornbläser. Sie wurden vom Bayerischen Landesjagdverband für die Europameisterschaft nominiert.

Bei dieser Meisterschaft sind acht mitteleuropäische Jagdverbände vertreten, in denen Jagdmusik auf Hörnern in B- und Es-Stimmung geblasen wird. Jagdhornbläsergruppen aus Polen, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Tschechien und Deutschland stellen sich seit 2016 alle zwei Jahre dem internationalen Wettbewerb. Ein Wettbewerb mit den "Besten der Besten" heißt es von den Veranstaltern. Jeder Verband kann zwei Bläsergruppen in den Klassen "B" und "Es" um den Wettbewerb zum Europameistertitel senden. Vom Deutschen Jagdverband angetreten war der Deutsche Meister im Es-Parforcehornblasen, die Bläsergruppe aus Alsdorf-Hachenburg im Westerwald sowie der Vizemeister, die Bläsergruppe Mildetal aus Gardelegen in Sachsen-Anhalt angemeldet. Die Oberpfälzer Parforcehornbläser starteten in der "Königsklasse ES" als amtierender Bayerischer Meister.

In einer Vorrunde stellten sich die Bläsergruppen insgesamt fünf Wertungsrichtern aus den unterschiedlichen Teilnehmerländern. Der auswendige Vortrag von zwei Pflichtstücken und einem Kürstück wurde im ersten Durchlauf bewertet (gezeigte Stücke: "Lesna Fantazia Allegro", "Waldmärchen" und "Sous les Lilas"). Die drei besten Gruppen schafften den Sprung ins Finale.

Gemeinsam mit dem Deutschen Meister aus Alsdorf-Hachenburg und der tschechischen Wettbewerbsgruppe Jihočestí trubači standen die Oberpfälzer Parforcehornbläser in einem spannenden Finale. Nachdem der Bundessieger die Finalrunde eröffnete, zeigten die Oberpfälzer ein Pflichtstück der Vorrunde und das Kürstück "La Mort de Roland". Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel, und am Ende war die Freude groß, mit dem Vizeeuropameistertitel nach Bayern zurückzukehren. Noch vor dem Bundessieger schafften die Oberpfälzer um Hornmeister Hubert Bäuml den Sprung auf Platz 2, der erste Platz ging an die Gruppe aus Tschechien.

Die intensive Vorbereitung der vergangenen Wochen hat sich gelohnt. Neben den bereits vorhandenen elf bayerischen Meistertiteln konnte nun eine Auszeichnung auf internationaler Ebene erreicht werden.

Eine Pause gönnen sich die Parforcehornbläser mit Musikern aus Waldsassen im Norden bis in den Großraum Regensburg im Süden der Oberpfalz aber nicht: Die Hochsaison der Hubertusmessen hat gerade begonnen und die Reise führt die ambitionierte Bläsergruppe weiter am nächsten Wochenende nach Schönsee und Anfang November nach Bad Abbach.

 
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