21.01.2020 - 16:01 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Feuerwehr Schwarzenfeld muss nachsitzen

Eigentlich will die Feuerwehr Schwarzenfeld eine neue Vorstandschaft wählen, nachdem sich der bisherige Amtsinhaber und sein Stellvertreter nicht mehr zur Verfügung stellten. Doch es können keine Nachfolger gefunden werden.

In der Jahreshauptversammlung wurden verdiente Mitglieder geehrt. Unser Bild zeigt sie mit Feuerwehrverantwortlichen und den Ehrengästen.
von Richard AltmannProfil

Vorsitzender Andreas Obermeier rief in der Jahreshauptversammlung zunächst einige Höhepunkte des vergangenen Jahres in Erinnerung, so das Starkbierfest, die Sternwanderung mit den Wehren aus Freihöls und Fronberg, die Teilnahme am Florianstag sowie zahlreiche Fest- und Jubiläumsbesuche. Natürlich war man auch beim Weihnachtsmarkt vertreten. Die Wehr umfasst 240 Mitglieder. Obermeier dankte allen Mitstreitern für die hervorragende Zusammenarbeit und erklärte, dass er bei der Neuwahl nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung steht.

Bedarfsplan erarbeitet

Kommandant Stefan Sattich berichtete, dass gemeinsam mit der Marktgemeinde und den anderen Wehren aus dem Marktgebiet der Feuerwehrbedarfsplan erarbeitet wurde. Die Schwarzenfelder Wehr sei bedarfsgerecht ausgestattet. Es gelte nur noch zu prüfen, ob die vorhandenen Leitern im Ernstfall ausreichen. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen neue Leitern angeschafft werden. Der 24 Jahre alte Kommandowagen wurde durch einen neuen Mannschaftstransportwagen ersetzt. Die drei Schwarzenfelder Kindergärten wurden im Brandschutz auf den aktuellen Stand gebracht. Die Wehr besteht zurzeit aus 55 aktiven Mitgliedern. Sie wurde zu insgesamt 103 Einsätzen gerufen. Diese teilen sich auf in 39 Brandeinsätze (davon 12 Fehlalarmierungen), 43 technische Hilfeleistungen, vier Einsätze mit Gefahrstoffen, 17 Verkehrsabsicherungen, Sicherheitswachen und sonstige Tätigkeiten. Dabei wurden 2350 Übungs- und Einsatzstunden geleistet.

Gerätewart hauptamtlich?

Um den Wissenstand aufrecht zu erhalten, wurden 18 Übungen anberaumt. Die Fahrzeuge und Gerätschaften wurden von Günter Karl, Markus Forster und ihren Helfern bestens in Schuss gehalten. Dabei kamen 1500 Stunden zusammen. Ein Dank galt Brandmeister Rudi Mehrl, der als Jugendwartsprecher im KBM-Bereich 4/3 tätig ist. Zusammen mit Sebastian Schad nahm er die modulare Trupp-Ausbildung in die Hand. Für die Ausbildung engagierten sich auch Fabian Kummetsteiner, Georg Bauer, Günter Karl und Michael Hutz. Ein Ziel dieses Jahres sei es, Mitglieder für die aktive Wehr zu werben. Ein Wunsch ist auch, einen hauptamtlichen Gerätewart einzustellen. Die Person wäre halb für die Feuerwehr tätig und halb für die Atemschutzpflegestelle. Sattich dankte den weiteren ortsansässigen Hilfsorganisationen sowie dem THW aus Schwandorf und Nabburg für die gute Zusammenarbeit. Dasselbe galt auch für die Marktgemeinde und die Privatmolkerei Bechtel.

Jugendleiter Tobias Bollog berichtete von der achtköpfigen Jugendfeuerwehr. Laura Piehler, Lea-Marie Ries und Lukas Obermeier legten die Jugendflamme Stufe 2 ab, Mike Pokorny die Jugendflamme Stufe 1. Ebenso wurde der Wissenstest absolviert. Dabei erreichte Stufe 1/Bronze Mike Pokorny, Stufe 2/Silber Lea-Marie Ries, Can Ali Akdogan und Lukas Obermeier, Stufe 3/Gold Laura Piehler und Stufe 5/Gold-Grün Julian Obermeier. Insgesamt wurden im Jugendbereich 460 Stunden geleistet.

Bürgermeister Manfred Rodde dankte der Feuerwehr für ihren geleisteten Dienst. Wenn man die Zahl der Einsätze betrachte, ergebe dies einen Schnitt von mindestens zwei pro Woche. Die Feuerwehren der Marktgemeinde werden mit neuen Schutzanzügen ausgestattet, damit sie sicher ihren Dienst tun können.

Kreisbrandmeister Josef Lingl führte aus, dass die Plätze für die Maschinistenlehrgänge kontingentiert sind. "Der Feuerwehrschule fehlen schlichtweg die Lehrer".

"Nicht bezahlt"

Lingl sprach ein Thema an, mit dem Feuerwehr in letzter Zeit immer mehr konfrontiert wird: "Die Feuerwehrdienstleistenden werden nicht bezahlt", betonte Lingl. Alle arbeiten ehrenamtlich, opfern dafür ihre Freizeit und sogar, wenn notwendig, ihre Arbeitszeit, für die sie keinen Lohnersatz erhalten. Eingeführt werden soll die digitale Alarmierung, die noch in der Praxis getestet werde.

Nachdem sich keine Bewerber für die vakanten Ämter des ersten und zweiten Vorsitzenden fanden, wurde die Neuwahl abgebrochen. Die bisherige Vorstandschaft bleibt kommissarisch im Amt. Auf einer erneuen Versammlung soll versucht werden, die Führungskrise zu lösen.

Jahrzehnte bei der Wehr :

Ehrungen

25 Jahre: Michael Fleischmann, Martin Fuhrmann, Harald Manner, Thomas Markl, Stefan Scholz, Thomas Stöckl; 40 Jahre: Johann Beer, Christian Schäffer, Wolfgang Bauer; 50 Jahre: Johann Koch.

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