Am Nachmittag Maibaum-Aufstellen in Plößberg, abends Spargel-Essen beim "Holzwurm-Wirt" in Hohenirlach. Christian Doleschal hat während seiner "europäischen Wochen" ein volles Programm. Am Dienstag war der Oberpfälzer CSU-Spitzenkandidat für die Europa-Wahlen mit dem bayerischen Justizminister Georg Eisenreich unterwegs.
Der 31-jährige Jurist Christian Doleschal ist Bezirksvorsitzender der Jungen Union, kandidiert auf Platz fünf der CSU-Landesliste und will die Nachfolge von Albert Deß antreten. Sein Ziel ist die Stärkung der bayerisch-böhmischen Grenzregion im Herzen Europas. Der Unterstützung von Georg Eisenreich kann er sich dabei sicher sein. Der Justizminister war im ersten Kabinett "Söder" Staatsminister für Europa, Digitales und Medien. Der 48-jährige CSU-Politiker warb in seiner Rede am Dienstag im Gasthof Holzwurm für ein "bürgernahes Europa". Es gehe um die Verteidigung des Friedens, der Freiheit und des Wohlstandes.
"Wir brauchen eine starke Gemeinschaft, um die Herausforderungen der Digitalisierung, der Globalisierung, der Zuwanderung, der Verteidigung und des Klimaschutzes bewältigen zu können", sagte der Justizminister. Diese Aufgaben seien nur gemeinsam zu lösen. Die EU sollte aber "nicht in die Regionen hineinregieren", so die Auffassung des CSU-Politikers. Georg Eisenreich macht sich für "eine Werte- und Rechtsgemeinschaft in der politischen Mitte" stark und lehnt jede Form des Zentralismus ab. Und: "Wir sollten Europa nicht den Populisten überlassen". Bedenkliche Entwicklungen beobachtet Georg Eisenreich in Polen und in England. Bei der Türkei ist er der Überzeugung: "Sie kann kein Mitglied er EU werden".
Auch CSU-Kreisvorsitzender Alexander Flierl, dem der Justizminister ein Kompliment dafür aussprach, wie er die Region im bayerischen Landtag vertritt, hielt ein Plädoyer für ein vereintes Europa. Flierl begrüßt "den bayerischen Weg in die EU".
Landrat Thomas Ebeling empfahl die Kandidaten für die Europawahlen aus dem Landkreis. Jura-Student Christoph Götz, der sich auf der CSU-Landesliste auf Platz 34 befindet, sprach von einer "Schicksalswahl" und betonte: "Europa ist unsere Zukunft". Nur eine "starke bürgerliche Mitte" sei in der Lage, die antieuropäischen Parteien in Schach zu halten. Der Oberviechtacher CSU-Ortsvorsitzende Tobias Ehrenfried kandidiert auf Rang 44 und will vor allem die jungen Leute für Europa begeistern. Seine Meinung: "Wenn wir die Jugend mobilisieren können, dann ist mir vor dem 26. Mai nicht bange".
Beim anschließenden Spargel-Essen, zu dem der CSU-Kreisvorsitzende eingeladen hatte, bestand Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit dem Justizminister und den Kandidaten.













Es wirkt auf mich irritierend, wenn scheinbar jeder den Klimaschutz bewältigen will. Aber mehr als die Floskel kommt nicht. Und wenn, dann gibt es auch keinen Beweis.
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