13.05.2020 - 15:16 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Geburtstags-Jubilar mit besonderer Gabe

In fast 60 Jahren wurde Schwarzenfeld mit dem Miesbergkloster zu seiner geschätzten Heimat. Nun hat der beliebte Passionistenpater Martin Bialas seinen 80. Geburtstag gefeiert.

Es dürften viele gemeinsame Stunden sein, die der amtierende Bürgermeister zusammen mit dem Jubilar schon am Altar verbracht hat. Der eine als Zelebrant, der andere als Ministrant. Peter Neumeier gratulierte als Freund und für den Markt im gebotenen Abstand und für den Glückwunsch kurzfristig ohne Maske .
von Manfred BäumlerProfil

Eine brechend volle Miesbergkirche mit einer Agape nach dem Gottesdienst, um mit vielen Freunden und Bekannten zusammen zu kommen, das hätte sich Passionistenpater Martin Bialas zu seinem 80. Geburtstag gewünscht. Corona machte da leider einen Strich durch die Rechnung. Dennoch wurde Gottesdienst mit Provinzial Pater Gregor Lenzen als Hauptzelebranten, der eigens aus Eichstätt angereist war, gefeiert. Und, was besonders für die situationsgemäß stark dezimierten treuen Kirchenbesucher Anlass zur Freude war: Der Jubilar, Pater Martin stand selbst mit am Altar. "Es hat fünfzehn Monate gedauert, bis ich wieder aufgepäppelt war" verdeutlichte der Jubilar seine gesundheitliche Situation der letzten Jahre, die sogar mit einem längeren Aufenthalt im Pflegeheim in Regensburg einher gehen musste.

"Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's Achtzig", zitierte Pater Gregor den vom Jubilar so oft in seinen Predigten erwähnten Bibelspruch. Dass dieser früher so übliche Altersrahmen inzwischen seine Gültigkeit verloren hat, zeigt am besten das Beispiel von Pater Martin in bester Verfassung auf.

Geboren in Oberschlesien, genauer gesagt in Hultschin, besuchte der kleine Johannes Bialas, so sein Geburtsname, dort die Volksschule bis zur Übersiedlung nach Celle im Jahr 1950. Es folgten die Handelsschule, die Ausbildung zum Industriekaufmann und schließlich der Weg nach München-Pasing, wo er neben dem Abendgymnasium als Mesner bei den Passionisten arbeitete. Das Jahr 1962 sollte für ihn mit dem Eintritt beim Orden im Noviziat, bereits im Kloster Schwarzenfeld, lebensbestimmend sein. Das Philosophie- und Theologiestudium in Regensburg führte ihn zur Diakonatsweihe und schließlich zur Priesterweihe am 10. August 1968 durch Weihbischof Josef Hiltl. Das Leben des Gründervaters, des Heiligen Paul vom Kreuz, steht für den langjährigen Provinzial seit je her im besonderen Fokus. Vom Jubilar diesbezüglich verfasste Schriften und Bücher sind nach wie vor weltweit geschätzt und wurden in viele Sprachen übersetzt. Es ist eine besondere Gabe, die Pater Martin neben seiner besonderen Hinwendung zum Glauben auszeichnet: Leutselig auf andere Menschen zuzugehen und mit einer Prise Humor beste Unterhaltung zu garantieren. Dass der Begriff Prise beim Jubilar noch eine weitere wichtige Bedeutung in sich birgt, wissen Insider.

Eindrucksvoll gestaltet wurde der Dankgottesdienst trotz gebotenen Sicherheitsabstands und Maskenpflicht. Dass der Gesang einen wichtigen Platz im Leben der Liturgie einnimmt, hat eine Schola, bestehend aus jungen Passionisten des Klosters, eindrucksvoll bewiesen. An der Orgel begleitete die Zwischenspiele und den Volksgesang Christian Lehnerer.

Gratuliert haben - natürlich mit Sicherheitsabstand - zusammen mit den Kirchenbesuchern auch Bürgermeister Peter Neumeier sowie langjährige Freunde und Weggefährten. Unter ihnen Sänger des Bergchores und Brauereibesitzer Wolfgang Rasel zusammen mit Max Haseneder für Rotary.

Kann nach gesundheitlichen Beeinträchtigungen wieder Gottesdienst mitfeiern und am Ambo das Evangelium verkünden: Pater Dr. Martin Bialas.
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.