14.06.2018 - 12:05 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Hallenbad: Sanierung nötig

Im Hallenbad ist der Aluminiumgehalt des Wassers zu hoch. Es besteht zwar kein akuter Handlungsbedarf - aber fest steht, dass bald etwas unternommen werden muss. Das sieht auch der Marktrat so und leitet einstimmig Maßnahmen in die Wege.

Im Hallenbad steht eine umfangreiche Sanierung an: Zum einen muss die Filtertechnik erneuert werden, zum anderen werden die Duschen und Umkleiden instandgesetzt. Dazu muss das Bad im nächsten Jahr für etwa vier Monate gesperrt werden.
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

"Der Aluminiumgehalt ist nicht so, wie er sein sollte", leitete der derzeit amtierende Bürgermeister Peter Neumeier den Punkt bei der Marktratssitzung am Mittwochabend ein. Die Folge: Die Wasser-Aufbereitungsanlage muss erneuert werden. Diesen Umstand besprach das Gremium bereits in der Sitzung im Mai. Um nun mögliche Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt zu bekommen, war Experte Harald Heise zur Sitzung gekommen. Er legte zunächst das Problem dar: Das betrifft zum einen die Leistung der eingebauten, alten Filter und zum anderen deren Geschwindigkeit. "Das ist der Grund, warum das Aluminium durchschlägt", legte der Fachmann dem Marktrat dar.

Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass das Becken der Länge nach mit frischem Wasser durchströmt wird. Das hat zur Folge, dass die Desinfektionswirkung im hinteren Bereich abnimmt. Das soll sich nun ändern: Durch Bohrungen an der Längsseite des Schwimmbeckens soll künftig das Reinwasser quer zum Becken hineinfließen. "Dadurch braucht man sehr viel weniger Desinfektionsmittel", schilderte Heise auf eine entsprechende Nachfrage aus dem Plenum. Die Kosten für die Erneuerung der Filteranlage bezifferte er auf etwa 240000 Euro netto. Hinzu kämen noch die Nebenkosten sowie die Mehrwertsteuer.

Doch nicht nur bei der Filtertechnik hapert es: Bereits vor zwei Jahren machte sich der Bauausschuss ein Bild von den Duschen und Umkleiden. Auch hier herrscht Sanierungsbedarf. Damals wurde das Projekt aber wegen fehlender Fördermöglichkeiten zurückgestellt. Nun würde es sich anbieten, die Maßnahme gleich im Zuge der Arbeiten an der Filteranlage in einem Aufwasch zu erledigen. Berthold Braun von der Verwaltung stellte kurz die geplante Sanierung des gesamten Dusch- und Umkleidetraktes vor und errechnete dafür Kosten in Höhe von rund 375000 Euro.

Vier Monate gesperrt

Um sämtliche Arbeiten erledigen zu können, müsste das Bad für rund vier Monate komplett geschlossen werden. Laut Braun würde es sich deshalb anbieten, die Maßnahme im Herbst oder Winter diesen Jahres auszuschreiben, damit die Arbeiter im Mai 2019 - wenn die Badesaison im Hallenbad vorüber ist - anrücken können.

Einstimmiger Beschluss

Die Summe bezeichnete Zweiter Bürgermeister Peter Neumeier als "Hausnummer". Dennoch sprach er sich dafür aus, konkret in die Planungen für die Sanierung des Bades einzusteigen. Das sah auch der Marktrat so: Das Gremium billigte die beiden vorgestellten Konzepte für Filteranlage und Umkleiden und beschloss ohne Gegenstimme, entsprechende Mittel im Haushalt für das nächste Jahr einzustellen. Gleichzeitig sollen etwaige neue Fördermöglichkeiten für die Maßnahme geprüft und danach die Ausschreibungsunterlagen erstellt werden.

Gerhard Peter (CSU) fragte nach, warum der lange Donnerstag im Rathaus abgeschafft worden sei. Das Thema soll in der nächsten Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft noch einmal besprochen werden, antwortete Neumeier. Eine Nachfrage von Manfred Bäumler (ÜPW) bezog sich auf die Vereinsanlagen beim Sportpark. Er bekam zu hören, dass die Arbeiten von technischer Seite soweit abgeschlossen seien. "Man könnte dort sofort zum Bauen anfangen", sagte Berthold Braun. Rainer Hasenkopf (Schwarzenfelder Wählergruppe) sprach die Öffnungszeiten des Kiosks am Forsterweiher an, über die Beschwerden an ihn herangetragen worden seien.

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