Wenn ein Ehepaar auf viele gemeinsame Jahrzehnte blicken kann, dann ist dieses besondere Jubiläum sicherlich von Glück und einer gehörigen Portion Dankbarkeit begleitet. Dem Ehepaar Anna und Hans Gerber vom Lothradweg ist dieses seltene Ereignis der Eisernen Hochzeit, also des 65. Hochzeitstages, vergönnt. Ein Siedlungshäuschen, das der Jubilar bereits in den Sechzigern von seinen Eltern übernommen hat, bildet das gemeinsame Idyll am Rande der früheren Reichsheimstätten-Siedlung mit ansprechendem Gartenanteil.
Als wäre es gestern gewesen, erzählen die Beiden sich zulächelnd, von ihrer ersten Begegnung. „In einer auffallend hübschen Lederjacke stand sie vor dem Autoscooter“ schwärmt der Schwarzenfelder von der ersten Begegnung mit seiner Anna auf dem Oktoberfest. Dass sich die junge Niederbayerin, aus Rothenstadt stammend, das Kleidungsstück extra von einer Freundin geliehen hat, erwähnt sie beim Ratsch auf der Terrasse so nebenbei. „Es war eben Liebe auf den ersten Blick“ tätschelt der Jubilar heute noch ganz verliebt seine „Eroberung“, die er schon elf Monate später auf dem Maria-Hilf-Berg in Amberg zum Traualtar geführt hat.
Zunächst in Traunricht bei den Zeitlers wohnend, wurde bald das gemeinsame „Daheim“ in der Siedlung bezogen. „Die Siedlung, sie war damals wie eine große Familie“ erinnern sich die beiden und bringen alte, teils nicht mehr vorhandene Familiennamen ins Spiel. Sogar eine kleine Schafzucht und natürlich Stallhasen gehörten zur Freizeitbeschäftigung mit nachhaltigem Hintergedanken, scherzt der Hobbyzüchter.
Beruflich waren es mehrere Stationen, die Hans Gerber teils weit von seiner Heimat entfernt verschlagen haben. Im Zentrum stand dabei aber die über dreißig Jahre andauernde Tätigkeit bei „Hebel“ in Stulln. Fleiß und ein gewisser Sachverstand machten ihn dort zum gefragten Mitarbeiter, erzählt er von besten Zeiten, nicht ohne zu erwähnen, dass auch seine Hilfe beim Bau des Siedlerheimes gefragt war. "Den Garten, das Häuschen, wir können es beide noch verrichten", werfen die beiden bei der Verabschiedung ein, nicht ohne zu erwähnen, dass für die Zwei der Tag schon immer mit dem Aufstehen um halb sieben beginnt.













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