03.04.2020 - 09:20 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Hilfe beim täglichen Einkauf

Der designierte Bürgermeister Peter Neumeier hat eine Einkaufshilfe für besonders gefährdete Risikogruppen ins Leben gerufen. Die Initiative nehme Fahrt auf, freut sich der Gründer. Nun braucht es mehr Werbung für die gute Sache.

Zwei aus dem neuen Helfernetzwerk: Kristina Betz von der Musikkapelle und Initiator Peter Neumeier. Sie engagieren sich für die Einkaufshilfe für besonders gefährdete Risikogruppen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Peter Neumeier hat sich für sein bürgerschaftliches Projekt durch Initiativen anregen lassen, die er auf Facebook entdeckt hat. Keine davon habe man allerdings für Schwarzenfelder Zwecke nutzen können, so entwarf der Siemens-Ingenieur eine maßgeschneiderte Lösung für die Marktgemeinde. Sie erweist sich zwischenzeitlich als praktikabel und zieht Mitstreiter an. „Kolping, der Frauenbund, die Musikkapelle und ein kleines Netzwerk an Privatpersonen“ seien schon an Bord, listet Neumeier auf.

Das grundlegende Problem sei gewesen, Helfer und Hilfsbedürftige aufeinander aufmerksam zu machen: „Denn Helfer findet man schnell, aber wer genau braucht denn Hilfe?“ So machte sich der Tüftler daran, mit einem Bekannten von der Telekom daran, eine Hotline einzurichten. Die Schwarzenfelder Festnetznummer lautet 09435/30 77 0 44. Wer sie wählt, kommt während der Dienstzeiten des Rathauses in der dortigen Vermittlung an.

In der Telefonzentrale würden dann die Daten des Anrufers erfasst, also dessen Name, Telefonnummer und Anschrift. Diese Basisinformationen werden dann in eine interne Internetplattform eingespeist, auf die die Helfer Zugriff haben. Wer Zeit hat, ruft dann bei dem Hilfesuchenden an und fragt nach seinen Wünschen. „Das dauert in der Regel nur ein paar Minuten, bis sich jemand meldet, der Einkaufen kann“, weiß Neumeier aus den Erfahrungen der ersten Tage. Und er versichert den Zögernden, dass die Helfer „alle super seriös sind, deren Angebot kann man annehmen“.

Zwischenzeitlich hat der Initiator auch schon bei großen Lebensmittelgeschäften wie Edeka oder Netto ein Informationsblatt aufgehängt, von dem man unten einen Streifen mit der Nummer der Service-Hotline abreißen und mitnehmen kann. „Wir organisieren Einkäufe, Besorgungen und Hilfe, wo Hilfe benötigt wird“ listet das Blatt das Angebot des Helfernetzwerks auf. Dieses Angebot könnte noch intensiver nachgefragt werden. Das findet nicht nur Neumeier, sondern auch Maria Meyer von der Kolpingsfamilie Schwarzenfeld, die offensiv Werbung macht für die Arbeit des Helferteams. „Nutzt diese Möglichkeit und scheut Euch nicht, auch mal Hilfe anzufordern,“ schreibt sie den besonders gefährdeten Risikogruppen ins Stammbuch. Auch in den Supermärkten werden vermehrt ältere Kunden, etwa welche mit Rollator, vom Personal angesprochen und auf die Unterstützung bei der Versorgung aufmerksam gemacht. „Niemand, der Hilfe nötig hat, muss zum Einkaufen gehen“, verdeutlicht Neumeier abschließend.

Bei großen Lebensmittelgeschäften wie Edeka oder Netto hängt ein Informationsblatt, von dem man unten einen Streifen mit der Nummer der Service-Hotline abreißen und mitnehmen kann.
Im Blickpunkt:

Hilfe-Hotline

Die Einkaufshilfe für besonders gefährdete Risikogruppen ist unter der Schwarzenfelder Festnetznummer 09435/30 77 0 44 zu erreichen. Angeboten wird die Unterstützung bei Einkäufen und Besorgungen und die Hilfe, wo Hilfe benötigt wird.

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