Schwarzenfeld
10.03.2019 - 12:20 Uhr

Hofübernahmeseminar in Schwarzenfeld

Fachkoordinator Simon Lösch bei seinen Ausführungen. Bild: Josef Wittmann /exb
Fachkoordinator Simon Lösch bei seinen Ausführungen.

Erstmalig in der Oberpfalz fand ein zweitägiges Hofübernahmeseminar statt, bei dem sich Jungunternehmer intensiv mit der Materie auseinander gesetzt haben. Neben sozialrechtlichen Punkten, die bei einer Hofübernahme besonders zu beachten sind, stellte Fachkoordinator Simon Lösch auch die zahlreichen Änderungen im Bereich der Landwirtschaftlichen Sozialversicherung vor, die sich im vergangenen Jahr ergeben haben.

Einen deutlichen Appell richtete Fachberater Andreas Basler von der BBV-Geschäftsstelle Regensburg an die zukünftigen Übernehmer und Übernehmerinnen, "die Dinge zu regeln, die man regeln kann". Dazu gehören bereits in jungen Jahren ehe- und erbvertragliche Festlegungen und ein Testament sowie eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. Dass die Hofübernahme auch ein Gesundheitsthema ist, stellte Gerd Gmeinwieser von der SVLFG in Landshut dar. Neben der eigenen Gesundheit sollte man auch die der Übergeber und der Familienmitglieder immer im Auge behalten. Es habe keinen Sinn, sich für den Betrieb aufzuarbeiten, weil dieser einem das nicht danke, so Gmeinwieser bei seinen Ausführungen.

Über steuerliche Fallstricke rund um die Hofübernahme informierte Steuerberaterin Katrin Kreckl-Kerckhoff. Sie behandelte die Auswirkungen bei der Einkommenssteuer, Erbschaft- und Schenkungssteuer und erläuterte die bewertungsrechtlichen Grundlagen dazu. Dass der Teufel im Detail stecken kann, zeigten auch die vielen Fragen der Teilnehmer. Letztendlich müssen diese in einer Hofübernahmeberatung geklärt werden, hob Bauernverbands-Geschäftsführer Josef Wittmann hervor und verwies auf das umfangreiche Beratungsangebot an den BBV-Geschäftsstellen.

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