20.07.2021 - 12:51 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Hohe Auszeichnung für den 1. FC Schwarzenfeld

Jedes Mitglied des 1. FC Schwarzenfeld leistet einen Beitrag für das Ansehen und den Fortbestand des erfolgreichen Sportvereins – und das seit über 100 Jahren. Dies wird durch eine besondere Ehrung bekräftigt.

Innenminister Joachim Hermann (Zweiter von rechts) überreichte an die Vertreter des 1. FC Schwarzenfeld Manfred Müller (links), Gabi Beck (Zweite von links) und Silvia Beck (rechts) die "Sportplakette des Bundespräsidenten".
von Manfred BäumlerProfil

Sportvereine, die auf eine 100 Jahre lange, aktive Vereinsgeschichte zurückblicken können, verdienen es, besonders hervorgehoben und geehrt zu werden. Der 1. FC Schwarzenfeld gehört dazu. Aus diesem Anlass, den der Schwarzenfelder Traditionsverein im Jahr 2020 feiern hätte können, kam den Verantwortlichen des Sportvereines eine außerordentliche Auszeichnung zu.

Auf Einladung des Bayerischen Innenministers Joachim Hermann reisten Vertreter von 16 bayerischen Sportvereinen nach Herzogenaurach, um die höchste staatliche Auszeichnung für Turn- und Sportvereine, verliehen durch den Bundespräsidenten, in Empfang zu nehmen. „Das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder in seinen verschiedenen Ausprägungen ist unverzichtbarer Bestandteil jedes Vereins“, stellte der Innenminister heraus. An der Zeremonie, zu der aus Schwarzenfeld die zweite Vorsitzende des Hauptvereins, Gabriele Beck, Schriftführerin Silvia Beck und Vereinsrepräsentant Manfred Müller den Jubelverein vertraten, nahm auch der Präsident des Bayerischen Landessportverbands, Jörg Ammon, teil.

Ein Blick in die Geschichte des Vereins: Der Schwarzenfelder Kriegsheimkehrer Georg Legner stieß im Jahre 1920 die Gründung eines Fußballvereins mit gleichzeitiger Meldung beim Süddeutschen Fußballverband an. FC-Veteranen erzählen dazu die kuriose Gründungsgeschichte, dass bei Hochwasser ein toter Fuchs im Ort angeschwemmt worden sei, dessen Balg zu einem Fußball verarbeitet worden sei – und somit der erste Lederball zur Verfügung stand.

Die Vereinsbezeichnung „Reichsbund für Leibeserziehungen“ sollte in den 30er Jahren das Überleben des Sportvereins sichern. Zum völligen Erliegen kam die Gemeinschaft während der Kriegsjahre. Mit 110 Mitgliedern startete der Verein nach den Kriegswirren zu einem Neubeginn mit Einweihung der neuen Sportanlage in der Siedlung im Jahr 1960, woran der damalige Vorsitzende Erich Schwieder großen Verdienst hatte.

Mit dem Aufbau neuer Sparten konnte bereits zehn Jahre später das 800. Mitglied aufgenommen werden. Unvergesslich ist dabei das Freundschaftsspiel gegen den FC Bayern München im Jahr 1970 als Höhepunkt der damaligen Vereinsepoche unter Vorsitzendem Rudolf Bauer. Mit der Auslagerung der Sportstätten in den heutigen Sportpark ging insbesondere auch für die langjährigen Verantwortlichen Hans-Georg Baumgart und Rolf Görner ein Wunschtraum in Erfüllung.

Jeder vierte Schwarzenfelder gehört rein rechnerisch derzeit dem Verein mit 1674 Mitgliedern an. Er kann sich mit Stolz als größter Verein des Marktes und der weiteren Umgebung bezeichnen. Im Jahr 2020 hätten die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen stattfinden sollen. Die Pandemie sorgte jedoch damals – wie auch aktuell in 2021 – für eine Verschiebung. Erfreulich ist dabei, dass Schirmherr Renè Guhl von der Privatmolkerei Bechtel auch künftig seine zugesagte Ehrenaufgabe wahrnehmen wird. Derzeit wird der Verein von Stefan Harmsen geführt.

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"Das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder in seinen verschiedenen Ausprägungen ist unverzichtbarer Bestandteil jedes Vereins."

Der Bayerische Innenminister Joachim Hermann

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