Schwarzenfeld
03.02.2026 - 15:27 Uhr

Ideen für Schwarzenfelder "Schlosspark 2030" gesammelt

Der Markt Schwarzenfeld bekam den Schwimmsteg über die Naab gefördert – mit der Auflage, den damit erschlossenen Park neu zu gestalten. Die beim Workshop gesammelten Bürgerideen sollen in eine Machbarkeitsstudie einfließen.

Die Gemeinde Schwarzenfeld ließ zur Erschließung des Schlossparks den 36 Meter langen Schwimmsteg über die Naab für 170.000 Euro erneuern und bekam dafür eine 60-prozentige Förderung durch die Regierung der Oberpfalz. Der Zuschuss setzte aber ein Konzept für weitere Maßnahmen voraus. „Geld aus dem Städtebau-Förderprogramm gibt es nur, wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden“, sagte Bürgermeister Peter Neumeier bei einem Workshop am Montag im Rathaus. Dann könne die Gemeinde mit einer Förderung von 80 Prozent rechnen. Neumeier gab dem eingeleiteten Entwicklungsprozess den Namen „Schlosspark 2030“.

Am Ideenworkshop beteiligten sich am Montag Markträte, Gemeindebeauftragte und Vereinsvertreter. Hilfestellung leisteten die Stadtplanerin Barbara Wilnhammer aus Furth im Wald und Landschaftsarchitekt Hermann Heigl aus Bogen. Beide betonten die hohe Aufenthaltsqualität der Insel mit einem alten Baumbestand und Naherholungscharakter. Von der Bürgerbeteiligung erwarten die beiden Fachleute Anregungen und Vorschläge für eine Machbarkeitsstudie, die sie im Auftrag der Marktgemeinde erstellen werden. Bis zum Ende des Jahres sollen die Entwürfe dem Marktrat zur Beratung vorliegen.

Mit Stift und Pinnwandzubehör machten sich die Workshop-Teilnehmer an die Arbeit. Ihnen schien es wichtig, im Schlosspark die Natur zu erhalten, generationsübergreifend Aufenthaltsräume zu schaffen und Zugänge zur Naab zu ermöglichen. Ferner wurde der Wunsch nach einem Naturlehrpfad und einem Bewegungsparcours geäußert. Die Stadtplanerin und der Landschaftsarchitekt haben nun die Aufgabe, mit den Bürgervorschlägen ein stimmiges Konzept zu entwickeln und dieses mit den Fachstellen abzustimmen.

Zu Beginn des Workshops erinnerte Historiker Martin Irl an die Geschichte des Schlossparks, der einst den Grafen von Holnstein gehörte, 1951 in den Besitz der Gemeinde Schwarzenfeld überging und seit vergangenem Jahr als Festivalplatz dient. Damit schließt sich für Irl der Kreis: „So wie einst Weltbürger Max Graf von Holnstein zwischendurch in Schwarzenfeld weilte, so kommen jetzt die Weltbürger von heute hierher".

 
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