30.12.2019 - 10:40 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Jahresbericht der Passionisten

Das Jahr 2019 war geprägt vom 85-jährigen Bestehen des Klosters und dem Bergchor-Jubiläum. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete ein Passionskonzert in der Fastenzeit. Mit einem Festgottesdienst feierte man im Oktober das Doppeljubiläum.

Junge Gesichter und Stimmen sind in einer Schola der Passionisten zu Hause..
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Wie jedes Jahr hat die Klostergemeinschaft einen Bericht über die abgelaufenen zwölf Monate veröffentlicht, die diesmal durch einige erfreuliche Besonderheiten geprägt waren. Bergchor und Kloster auf dem Miesberg bilden seit 85 Jahren eine Einheit. Ein bemerkenswertes Konzert bildete im April den Einstieg in das Jubiläumsjahr.

"300-Jähriges" steht bevor

Das Jubiläumsjahr ist nun abgeschlossen, aber 2020 hält für die Passionisten ein weiteres Jubiläum parat - das "300-Jährige" des gesamten Ordens. In Vorbereitung auf den 300. Geburtstag der Kongregation weilte bereits heuer vom 16. bis zum 22. Mai die Jubiläums-Ikone in der Miesberg-Kirche. Bei einem Einkehrtag wurde die Ikone von Pater Alban näher vorgestellt.

Die Mitbrüder wirken nach wie vor in der Krankenhaus, Jugend und Beichtseelsorge, in der Exerzitienarbeit und in anderen Apostolatsfeldern. Dazu gehören die Einkehr- und Fatimatage, die Betreuung der Jugendband "Alive!" und des Gebetskreises Weihenlinden sowie der Passionsbruderschaft. Zudem leiten sie einen Bibelkreis, Josefsstunden und jeden Samstag den Marianischen Psalter. Dass die Kongregation weiter Zulauf erhält, wurde im zurückliegenden Jahr deutlich. Moritz Bringmann erhielt am Festtag des hl. Gabriel Possenti, dem 27. Februar, aus den Händen des Provinzials Pater Gregor seinen Habit und den Ordensnamen Bruder Antonius Maria vom Unbefleckten Herzen Mariens. Am 27. April, am Vortag des Barmherzigkeitssonntags, durfte Pater Gregor im Rahmen der Mittagshore einen weiteren Postulanten in das Ordensgewand der Passionisten einkleiden: aus Magnus Eble wurde Frater Benedikt Maria vom Lamm Gottes.

Am Sonntag, 15. September, feierte die Gemeinschaft die Ewige Profess von Frater Vinzenz. Er hat sich damit, nach den drei Jahren der zeitlichen Gelübde, für immer an unsere Gemeinschaft gebunden. Am Nikolaustag, dem 6. Dezember, wurde Frater Vinzenz von Pater Gregor als Akolyth beauftragt. Ein Akolyth erfüllt als Helfer des Priesters verschiedene Aufgaben im Gottesdienst.

Ein großer Tag im Schwarzenfelder Passionistenkloster: Durch Handauflegung und Weihegebet erteilt Weihbischof Florian Wörner aus Augsburg Pater Dominikus den Auftrag, künftig als Priester zu wirken.

Priesterweihe im Juli

Ein ganz besonderer Tag für Kloster und Ordens-Provinz war in diesem Jahr der 6. Juli. An ihm wurde Pater Dominikus von Weihbischof Florian Wörner (Augsburg) zum Priester geweiht. Am Tag darauf feierte er seine Klosterprimiz. In seiner Heimatpfarrei Stöttwang im Allgäu beging er am 21. Juli seine Heimatprimiz. Seit September unterrichtet Pater Dominikus an der Schwarzenfelder Grund- und Mittelschule katholischen Religionsunterricht. An Pfingsten begleitete Pater Dominikus Jugendliche aus der Oberpfalz zum "Fest der Jugend" in Salzburg und durfte dort mit ihnen bewegende Tage erleben. Frater Thomas hingegen marschierte in dieser Zeit zum ersten Mal mit den Regensburger Fußwallfahrern nach Altötting.

Am 22. Juni fand wieder die Wallfahrt der "passionistischen Familie des Miesberges" statt. Ziel war diesmal der Wallfahrtsort Sammarei der Diözese Passau, wo man eine Messe feierte. Nach dem Mittagessen ging es weiter zum Geburtshaus des hl. Bruder Konrad nach Parzham. Nach einer Führung, einer Andacht sowie dem abschließenden Kaffee machten sich die etwa 80 Wallfahrer wieder auf den Heimweg nach Schwarzenfeld.

Zusammen mit Pater Dominikus, Bruder Franziskus und den beiden Novizen Frater Benedikt und Bruder Antonius unternahmen die Miesberg-Minis am 17. Juni ihren Jahresausflug. Ziele waren die Befreiungshalle bei Kelheim, das Kloster Weltenburg und die Kartbahn bei Wackersdorf. Etwa 190 Ministranten aus dem Dekanat Nabburg trafen sich am 28. September zu einem Ministrantentag in Dürnsricht. Unter den 16 Ministrantengruppen eroberten sich bei den verschiedenen Wettkämpfen die Miesberg-Minis den 5. Platz.

Wie dem Jahresbericht der Schwarzenfelder Passionisten ebenfalls zu entnehmen ist, geht es dem erkrankten Pater Martin wieder besser. „Zu unserer großen Freude verbesserte sich in den letzten Monaten der Gesundheitszustand von Pater Martin deutlich, so dass er am 14. November vom Seniorenheim ’Haus Maria vom Karmel’ in Regensburg wieder in unsere Kommunität zurückkehren konnte“, heißt es. Pater Martin Bialas, der im nächsten Jahr seinen 80. Geburtstag feiern kann, ist ein promovierter Theologe und gehört zum „Schülerkreis“ des früheren Hochschulprofessors Joseph Ratzinger und nachmaligen Papstes Benedikt XVI. Bei den jährlichen „Schülerkreis-Treffen“, die zuerst in Deutschland und nach der Papstwahl dann im Vatikan und in Castel Gandolfo stattfanden, war Pater Martin ein regelmäßiger und gerngesehener Teilnehmer.

Pater Martin Bialas
Kommunität:

Die Kommunität (Gemeinschaft) besteht aus P. Lukas Temme (Rektor, Studentendirektor und Novizenmeister), P. Bonaventura Pihan (Senior), P. Martin Bialas, P. Alban Siegling, P. Dominikus Hartmann, Fr. Thomas M. Höflich (Student), Br. Franziskus M. Zellner (Mesner), Fr. Pius Görres (Student), Fr. Vinzenz Schlosser (Student), sowie den Novizen Br. Antonius M. Bringmann und Fr. Benedikt M. Eble.

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