Die Karpfensaison ist eröffnet. Acht Kommunen, der Landkreis und der Bezirk Oberpfalz haben sich zu einem Zweckverband zusammengeschlossen, um die Urlaubsregion des „Oberpfälzer Seenlands“ zu bewerben. Dazu leiste das kulinarische Angebot mit dem Oberpfälzer Spiegelkarpfen einen wichtigen Beitrag, betonte Vorsitzender und Landrat Thomas Ebeling bei der Saisoneröffnung am Sonntag im Gasthaus „Holzwurm“ in Hohenirlach (Markt Schwarzenfeld).
Der Vorsitzende der Teichgenossenschaft Oberpfalz, MdL Alexander Flierl, betonte die wirtschaftliche Bedeutung der Oberpfälzer Fischerei, die die Bevölkerung mit „gesunden, regionalen Lebensmitteln“ versorge. Er wies auf die großen Herausforderungen hin, vor denen die Teichwirte heute stehen. „Der Klimawandel und die anhaltende Dürre machen ihnen ebenso zu schaffen wie die Prädatoren“, sagte Flierl. Er begrüßte deshalb das Monitoring zur Regulierung der Fischotterpopulation und betonte: „Wir müssen den Teichwirten den Rücken stärken“. Auch MdL Martin Scharf sieht zum Schutz der Teichwirte die Politik in der Verantwortung.
Weihergebiet ist Herzstück
In der Küche hatte Erika Weiherer inzwischen die Fischsuppe vorbereitet, die Tochter Renate den Gästen als Vorspeise servierte. Geladen waren Vertreter der Mitgliedsgemeinden, der Tourismusbranche und der Fischereiverbände. Das Hauptgericht bestand aus einem Stück Karpfenfilet im Bierteig, einem klassisch gebackenen Karpfenfilet und Karpfenchips. Zur Abrundung gab es ein Walnussparfait.
Das Oberpfälzer Seenland, das mit dem Charlottenhofer Weihergebiet das Herzstück des Fischwirtschaftsgebietes "Karpfenland Mittlere Oberpfalz" bildet, wirbt bei den Verbrauchern für den kulinarischen Genuss von einheimischem Fisch und listet auf der Homepage die Gaststätten auf, die sich an der Karpfensaison beteiligen. Der Oberpfälzer Spiegelkarpfen bekam im Jahr 2001 das EU-Prädikat "geschützte geografische Angabe" verliehen und erfreut sich in seinen verschiedenen, traditionellen oder neu interpretierten Zubereitungsformen großer Beliebtheit.
1000-jährige Geschichte
Die traditionelle Teichwirtschaft hat eine fast 1000-jährige Geschichte. Heute zählt die Oberpfalz etwa 3000 Betriebe, die auf 10.000 Hektar Teichfläche Karpfenteichwirtschaft betreiben. Die Europäische Union hat den Landkreis Schwandorf zu einem europäischen Fischereiwirtschaftsgebiet ernannt. So werden der Begriff, die Herkunft und die Entwicklung geschützt.
Der Geschäftsführer des Oberpfälzer Seenlandes, Johannes Lohrer, und Projektmanagerin Elisabeth Stehr hatten eine Gruppe der Seenland-Musikanten namens „VA Blech“ engagiert, die zur Eröffnung der Karpfensaison im Garten der Holzwurm-Gaststätte zur Unterhaltung aufspielten.














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