Schwarzenfeld wächst, das machte der Bürgermeister gleich zu Beginn seiner Ausführungen klar. Aber nicht, weil hier besonders viele Kinder geboren würden, im Gegenteil. "Seit vielen Jahren haben wir deutlich mehr Sterbefälle als Geburten", bedauerte er. Aber neben den Geburten (2018 waren es 54) und Sterbefällen (89) kommen zur Entwicklung der Bevölkerungszahlen die Wanderungsbewegungen. "In unserem Falle, zum Glück!" Vergangenes Jahr sind 325 Personen zugezogen und 324 Personen haben Schwarzenfeld wieder verlassen. Also: eine Person "Wanderungsgewinn". Dieses Jahr beträgt der Überschuss neun Personen (Stand Juli). "Erfreulicher war das Jahr 2017, da hatten wir einen Wanderungsgewinn von 96 Personen", so der Bürgermeister. Dies zeige auch, wie attraktiv Schwarzenfeld als Wohn- und Arbeitsort sei. "Ich bin mir sicher, wenn mehr Wohnungen zum Mieten frei wären und mehr Bauplätze zur Verfügung stünden, könnten wir noch mehr Menschen nach Schwarzenfeld bekommen." Die Bevölkerungszahl bewegt sich in den letzten Jahren fast stetig bei rund 6300 Einwohnern.
Finanziell steht der Markt nicht schlecht da. Die Einnahmen im Verwaltungshaushalt haben 2018 die Höhe von 14,8 Millionen Euro erreicht, 2017 waren es 13,3 Millionen. Und es geht weiter aufwärts: "Dieses Jahr erwarten wir 16,6 Millionen Euro." Allein 10 Millionen davon kommen über Steuern in die Kasse.
Die letzte Kreditaufnahme hat der Markt 2012 für den Bau des Feuerwehrhauses getätigt. "Seitdem bauen wir jedes Jahr etwa 330 000 Euro Schulden ab", freute sich der Bürgermeister. Dieses Jahr ist wieder eine Kreditaufnahme von 1,365 Millionen Euro geplant. "Im Wesentlichen ist sie für die Sanierung der Schule vorgesehen, dafür erhalten wir sehr günstige Konditionen."
Ein großes Thema in Schwarzenfeld ist das Trinkwasser. Die verkauften Wassermengen sind immer weiter angestiegen - im vergangenen Jahr waren es 1,7 Mio Kubikmeter. In den letzten zehn Jahren hat sich der Verbrauch rund verdoppelt. Hauptabnehmer sind die Naabtaler Milchwerke, sie expandieren stetig. Ihr Anteil bewegt sich bei rund 70 Prozent. Stulln ist mit 10 Prozent beteiligt. In den letzten Monaten wurden von den Milchwerken auf ihrem Werksgelände mehrere Brunnen gebohrt und im Umfeld (direkt und weiter entfernt) Beobachtungspegel errichtet. Derzeit läuft ein Probebetrieb, um mögliche Veränderungen des Grundwassers auszuschließen. "Das geförderte Wasser hat eine sehr gute Qualität und wird schon in der Produktion eingesetzt", wusste Rodde. Damit dürfte bereits dieses Jahr ein Verbrauchsrückgang spürbar werden. Seine Prognose: "In ein oder zwei Jahren soll eine noch weitere Reduzierung des Trinkwasserbedarfs auf etwa die Hälfte realisiert werden."
Trotz der Erwartung einer Verbrauchsreduzierung sichert der Markt seine Wasserversorgung mit einem neuen Brunnen (weiterer Bericht folgt).














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