12.07.2018 - 15:41 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Molkerei baut und baut

Der Bauboom auf dem Gelände der Molkerei ist ungebrochen. Einige Markträte haben aus juristischen Gründen Probleme damit.

Kräne geben auf dem Gelände der Milchwerke den Ton an. Immer wieder muss sich der Bauausschuss des Marktrates mit Bauanträgen der Molkerei beschäftigen. Manchmal liegen die Anträge aber erst vor, wenn die Bauwerke schon stehen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Dem zehnköpfigen Bauausschuss des Marktrates lag bei seiner Sitzung eine lange Liste von Bauanträgen vor, die alle aus der Firmenzentrale der Naabtaler Milchwerke GmbH & Co KG Privatmolkerei Bechtel an der Molkereistraße stammen. Darin ging es um ein Hochregallager, ein Reinigungsmittellager mit Poststation, die Aufstockung von Multifunktions-Gebäude und Werkstatt samt Aufstellung von Bürocontainern inklusive einer Überdachung (alles Molkereistraße) – und um vier neue Silos an der Siemensstraße, also der Ostseite des Grundstücks. Jedes der Silos wird 20 Meter groß.

Und hier liegt ein Problem. Die vier Silos stehen nämlich schon. Dass dem Ausschuss erst nachträglich der zugehörige Bauantrag vorgelegt wurde, wurmte einige Räte so, dass sie bei der Abstimmung über das gemeindliche Einvernehmen ihre Zustimmung verweigerten. Trotzdem erhielt der Antrag eine ausreichende Mehrheit. Die anderen Anträge der Milchwerke wurden einstimmig oder mit einer Gegenstimme verabschiedet.

Mehr Diskussion gab es über den schließlich genehmigten Plan der Molkerei, ihr riesiges Hochregallager künftig mit einem ebenfalls riesigen Firmenlogo zu verzieren. Das weiße Lager ist um die vierzig Meter hoch und schon von weitem zu sehen. An seiner Südost-Seite soll nun ein zehn Meter hohes Logo angebracht werden. Drei Räte waren dagegen. Wenigstens werde es nachts nicht angestrahlt, hieß es beruhigend. Zumindest stehe davon nichts im Bauantrag.

Dass auch Privatleute in Schwarzenfeld gerne bauen, zeigte sich an der Menge diesbezüglicher Anträge. Von einem Einfamilienhaus mit Carport war die Rede, von zwei Doppelhäusern am Schrebersteig und einem weiteren Doppelhaus am Nelkenweg. Und dann gab es noch eine Liste an Bauanträgen,die bereits grünes Licht haben – Einfamilienhäuser oder nur weitere Wohnungen, Ausbauten von Dachgeschossen, Wohnhausumbauten oder Wohnungsteilungen. Am Geißet soll überdies eine Heißmangel entstehen. Und am Ende der Ohmstraße, im Gewerbegebiet West, eine neue Produktionshalle eines Metallbauers.

Zur Sprache kam bei der Sitzung auch die geplante Vollsperrung der Staatsstraße 2151, die mit den beiden Namen Amberger Straße und Neue Amberger Straße quer durch Schwarzenfeld führt. Das Staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach plant, diese Straße auf dem Stück zwischen der Einmündung der Morgenlandstraße (Osten) und der Eisenbahnüberführung (Westen) komplett zu sperren – und zwar von 19. bis 23. Juli.

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