Schwarzenfeld
18.01.2019 - 14:55 Uhr

Neue Wasserleitung für Molkerei

Die Milchwerke brauchen täglich enorm viel Wasser. Ihr Bedarf wird vom Hochbehälter Westenberg bei Frotzersricht gestillt. Aber der 50 Jahre alte Behälter ist zwischenzeitlich viel zu klein.

Um den „Durst“ der Milchwerke nach täglich mehreren Millionen Liter an frischem Wasser zu stillen, wird der Hochbehälter Westenberg um fast das Doppelte vergrößert und von dort eine eigene, über zwei Kilometer lange Wasserrohrleitung zur Molkerei verlegt. Bild: Thomas Dobler
Um den „Durst“ der Milchwerke nach täglich mehreren Millionen Liter an frischem Wasser zu stillen, wird der Hochbehälter Westenberg um fast das Doppelte vergrößert und von dort eine eigene, über zwei Kilometer lange Wasserrohrleitung zur Molkerei verlegt.

Darauf wurden bei der Sitzung diese Woche die Markträte aufmerksam gemacht. Sie erfuhren, dass der Hochbehälter nach einer Erweiterung vor knapp 30 Jahren 3000 Kubikmeter Wasser fasst - was bei heutigen Verbrauchsspitzen von bis zu 6500 Kubikmeter pro Tag eindeutig zu gering dimensioniert ist. Außerdem muss der Behälter dauerhaft 400 Kubikmeter Löschwasser zur Verfügung stellen.

Vor etwa einem Jahr hat das Amberger Büro Seuss mit der Planung der Hochbehälter-Erweiterung begonnen. Dessen Pläne sehen vor, am bisherigen Standort einen Erweiterungsbau mit 5000 Kubikmeter Speichervolumen zu errichten. Geschätzte Baukosten: drei Millionen Euro. Die Räte beschlossen, den Auftrag für die Ausführungs-Planung an das Büro Seuss zu vergeben.

Für Versorgungssicherheit

Zur gleichen Thematik gehörte auch die Beratung über eine eigene Wasserleitung vom Hochbehälter zu den 2,2 Kilometer entfernten Milchwerken. Aktuell wird der Großverbraucher über eine Leitung versorgt, die 30 Zentimeter Querschnitt hat und über Frotzersricht und Kögl läuft. Die geplante eigene Zubringerleitung für die Milchwerke hätte 40 Zentimeter Durchmesser.

Verlegt werden die Rohre zum Teil in der Gemeindeverbindungsstraße von Schwarzenfeld nach Frotzersricht, die heuer schon wegen der Verlegung anderer Versorgungsleitungen aufgegraben wird. Die neue, separate Leitung soll helfen, die Versorgungssicherheit des Werks zu gewährleisten. Um Druckschwankungen zu vermeiden, wird vor der Molkerei ein Druckausgleichs-Bauwerk errichtet. Für dieses Gesamtpaket stehen Kosten von 1,3 Millionen Euro im Raum. Auch hier beschlossen die Räte, den Auftrag für die Ausführungs-Planung an das Büro Seuss zu vergeben.

Das Gremium hatte sich bei dieser Zusammenkunft auch mit der Äußeren Ringstraße zu beschäftigen. Dort geht es um die Erneuerung der Wasserversorgung und die Verstärkung des Netzes - und die Frage, wie man nach der Rohrverlegung die auf einer Strecke von 500 Meter aufgegrabene Straße wieder herrichtet - vom Schützenheim bis zur Einmündung in die Nabburger Straße. Anders als bei der notwendigen Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraße von Schwarzenfeld nach Frotzersricht gingen die Räte hier einen einfacheren Weg. Denn ein Vollausbau wäre 200 000 Euro teuerer. So kam das Plenum mit 12:5 Stimmen überein, nach der Verlegung von Wasser- und Abwasserrohren für 128 000 Euro lediglich eine Wiederherstellung der Fahrbahn in die Wege leiten zu lassen. Auf dieser Basis soll nun die Ausführungs-Planung beginnen. Zuständig ist wieder das Büro Seuss.

Vorgesehen ist, die Wasserleitung auf einer Länge von 420 Metern auszutauschen und statt der bisherigen 8-Zentimeter-Rohre neue 25-Zentimeter-Rohre zu verlegen. Das wird voraussichtlich knapp 340 000 Euro kosten. Gleichzeitig wird die bestehende Abwasser-Druckleitung auf einer Länge von 345 Meter erneuert, was mit rund 230 000 Euro zu Buche schlagen wird.

 
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