01.12.2020 - 15:51 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Neues Kreuz in Schwarzenfeld eingeweiht

Seit dem ersten Adventssonntag in diesem Jahr macht die evangelische Christuskirche ihrem Namen volle Ehre. Mit dem neuen Kreuz aus Bronze sind jetzt alle wichtigen Lebensstationen Jesu auch künstlerisch im Kirchenraum vertreten.

Dominik Schleicher erklärt den künstlerischen Aufbau und die Symbolik des neuen Kreuzes.
von Werner GentzweinProfil

Im Familiengottesdienst, der musikalisch von Erwin Oppelt gestaltet wurde, erklärte Pfarrerin Gentzwein die einzelnen Kunstwerke: Auf dem Taufstein aus Ton, 1952 von Marianna Wendt aus Stulln in Buchtal gefertigt, ist die Geburt Jesu dargestellt. Auf dem gewebten Wandteppich darüber, die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer. An der hölzernen Empore hat Kunstmaler Georg Weist aus Burglengenfeld die 12 Apostel mit ihren Namen und Symbolen verewigt. "Auch wir heute sind aufgerufen, Jesus nachzufolgen und uns zu unserem Glauben zu bekennen!" betonte die Pfarrerin. Tod und Auferstehung Jesu sind nun künstlerisch auch vertreten. Das neue, moderne Bronzekreuz des Wolfringer Künstlers Dominik Schleicher wurde im Gottesdienst in den Dienst Gottes gestellt. Es wurde der Kirchengemeinde anonym gespendet. "Möge der Anblick dieses Kreuzes vielen Menschen Kraft und Hoffnung, Liebe und Verständnis füreinander schenken." So beteten die Gemeindeglieder. Dominik Schleicher selbst ging bei der Gestaltung des Kunstwerks von einer Stelle im Buch Kohelet aus: "Es gibt nichts Neues unter der Sonne!" Diesen fatalistischen Kreislauf durchbricht sein Christus mit seinem Corpus in der Senkrechten. Sein Leib verbindet Himmel und Erde. Die große Scheibe hinter ihm ist in zwei Teile verschoben. Die obere, dunkle, wird von Jesus wie eine Last getragen. Die hellere, untere Hälfte scheint ihn zu stützen. Für Pfarrerin Gentzwein ist sie das Symbol der Auferstehungssonne. Die linke Hand Jesus ist beschützend und segnend geformt. Somit sind in der Kreuzdarstellung Leid, Tod und gleichzeitig auch Auferstehung und Hoffnung dargestellt. Am Ende der Predigt wurde noch das Altarbild, das 1953 durch Josef Reißl aus Buchtalfliesen gefertigt wurde, erklärt. Der zum Gericht wiederkommende Christus ist nach dem Buch der Offenbarung, Kapitel 1 gestaltet. Christen vor fast 2000 Jahren ersehnen ihn, wie die Christen auch heute, als den Wiederkommenden, der Erlösung für alle bringt.

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