Schwarzenfeld
15.02.2019 - 14:49 Uhr

Neues Zentrum in drei Abschnitten

Die Marktgemeinde trägt sich mit dem Gedanken, im Industriegebiet West ein funktionales Kommunal-dienstleistungszentrum zu errichten. Darin sollen die Atemschutzwerkstatt und die Übungsstrecke integriert werden - und nicht nur das.

Weder der Bauhof noch die Atemschutzübungsstrecke der Feuerwehr erfüllen die gestellten Anforderungen. Ein Neubau wird in nächster Zeit unausweichlich sein. Bild: bnr
Weder der Bauhof noch die Atemschutzübungsstrecke der Feuerwehr erfüllen die gestellten Anforderungen. Ein Neubau wird in nächster Zeit unausweichlich sein.

Weder der gemeindliche Bauhof noch die daran angeschlossene Atemschutzwerkstatt und die -übungsstrecke befinden sich in einem baulichen Zustand, der den gestellten Anforderungen entspricht. Der Zahn der Zeit hat überall seine Spuren hinterlassen, und die Atemschutzübungsstrecke entspricht zudem nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen.

Alle diese Gründe führten bereits 2016 zu der Überlegung, ein Kommunaldienstleistungszentrum zu errichten, das alle Anforderungen erfüllt und für den Bürger entsprechende Vorteile bietet. Als geeignetes Gelände bot sich das Industriegebiet West mit zwei Teilflächen an. Architekt Hermann Hösl wurde vom Markt mit der Entwurfsplanung für eine neue Atemschutzübungsstrecke mit -werkstatt sowie angegliedertem Bauhof, Recyclinghof und Grüngutannahme beauftragt. In der letzten Sitzung stellte er dem Marktrat den Vorentwurf vor. Die Planung ist mit dem Kreisbrandrat, dem Bauhofleiter, den Mitarbeitern der Atemschutzwerkstatt und der Bauverwaltung abgestimmt worden. Bei der Errichtung des Dienstleistungszentrum ist ein abschnittsweises Vorgehen in drei Schritten geplant. Der Bauabschnitt I umfasst eine Fahrzeughalle, die unterkellert ist und in der die Atemschutzwerkstatt und die Atemschutzübungsstrecke untergebracht sind. Die Hanglage bietet sich für eine solche Bauweise an.

Die geschätzten Kosten dafür belaufen sich auf 1,91 Millionen Euro. Vom Freistaat Bayern ist für den Bau der Atemschutzübungsstrecke und der Werkstatt eine Förderung in Höhe von 94 500 Euro und für die Ausstattung von 32 760 Euro zu erwarten. Der Landkreis Schwandorf wird für den Neubau der Atemschutzübungsstrecke keine Fördermittel zur Verfügung stellen. An deren Stelle übernimmt er zwei Drittel der jährlichen Betriebskosten.

Der Bauabschnitt II umfasst den Bauhof, den Verwaltungs- und Sozialtrakt und das Werkstattgebäude. Dazu kommen noch Schütten mit Überdachungen und die Silos für das Streugut. Die Baukosten für diesen Abschnitt belaufen sich auf 3,29 Millionen Euro. Der dritte Bauabschnitt beinhaltet den Recyclinghof und die Grüngutannahme. Dafür fallen Kosten in Höhe von 298 000 Euro an. Ab welchem Zeitpunkt die Maßnahme zur Ausführung kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig ungewiss. Die Sanierung der Grundschule und der Bau der Wasserversorgung binden zur Zeit so viele Mittel, dass bis zur endgültigen Fertigstellung des Dienstleistungszentrums noch Jahre ins Land ziehen werden.

Bürgermeister Manfred Rodde fasste frühestens 2020 als Zeitpunkt für den Bauabschnitt I ins Auge. Aus den Reihen des Marktrates kamen Bedenken, dass durch eine zeitliche Verschiebung, die Baukosten unkalkulierbar steigen werden. Bereits jetzt seien die möglichen Mehrkosten für die Bodenuntersuchung und die damit verbundene Entsorgung und die Kostensteigerungen im Baugewerbe nur schwer zu kalkulieren. Nach eingehender Beratung billigte der Marktrat die vorgestellte Planung durch Architekt Hermann Hösl und beauftragte auf dieser Basis die Entwurfsplanung.

Im Industriegebiet West soll das neue Kommunaldienstleistungszentrum entstehen. Bis es soweit ist, werden noch Jahre ins Land ziehen. Bild: bnr
Im Industriegebiet West soll das neue Kommunaldienstleistungszentrum entstehen. Bis es soweit ist, werden noch Jahre ins Land ziehen.
 
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