Die Saatgetreide-Erzeugervereinigung Oberpfalz und der Erzeugerring für landwirtschaftlich pflanzliche Qualitätsprodukte Oberpfalz e.V. trafen sich zur gemeinsamen Mitgliederversammlung im Restaurant Miesberg. Jürgen Wiß, Vorsitzender der Saatgetreideerzeuger, konnte dazu eine Reihe von Ehrengästen aus den landwirtschaftlichen Behörden, Industrie und Handel willkommen heißen. Einen ausführlichen Tätigkeitsbericht zur Arbeit der Saatgetreideerzeuger legte Theresia Addokwei vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg ab. Der Rückblick auf das Jahr 2018 zeigt, dass die Talsohle der Vermehrungsflächen durchschritten ist. Standen 2017 noch 1267 Hektar zur Verfügung, so hat sich die Fläche heuer auf 1305 Hektar vergrößert. Wegen der Hitze ist der Ertrag etwas zurückgegangen. Theresia Addokwei bezeichnete das Jahr als unkompliziert. Die ist mit dem Resultat zufrieden. Bei Ökosaatgut sei die Nachfrage enorm, die Tendenz steigend.
Ähnlich zufriedenstellend fiel auch der Tätigkeitsbericht von Thomas Zirngibl, dem Geschäftsführer des Erzeugerringes aus. Die Schwerpunkte lagen in der einzelbetrieblichen Pflanzenberatung, den Bodenuntersuchungen, der Qualitätssicherung und Qualitätsbeurteilung und der Fortbildung zur Sachkunde für Pflanzenschutz. Dazu kamen noch Beratungen zur Umsetzung der Düngeverordnung und DSN-Untersuchungen. Der Erzeugerring für landwirtschaftlich pflanzliche Qualitätsprodukte Oberpfalz wird seit diesem Jahr von Alfred Bauer geführt. Dem Verband gehören 7049 Mitglieder an. Er ist aufgegliedert in die Fachgruppen Saat- und Pflanzgut, Kartoffeln und Grünland.
In den zurückliegenden 17 Jahren hatte Gert Stadler den Erzeugerring mit großem Erfolg geleitet. Davor hatte er seit 1985 aktiv in der Vorstandschaft mitgearbeitet. Diese Leistung wurde mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden gewürdigt. Die Laudatio hielt Johannes Hebauer, der seit Kurzem als Bereichsleiter für Landwirtschaft und Ernährung an der Regierung der Oberpfalz tätig ist. Er würdigte Gert Stadler als Mann mit großem Sachverstand und Weitblick, der keine Diskussion scheute. Als Team-Player war er maßgeblich an der Fusion der drei Fachgruppen zu einem Erzeugerring beteiligt. Diesem Dank schlossen sich die Mitglieder mit großem Applaus an.
Eine weitere Personalie stand in der Mitgliederversammlung im Mittelpunkt. Max Graml trat nach 37 Dienstjahren in den Ruhestand. Sein Fachwissen als Verbandsberater Pflanzenbau war von allen Landwirten und Behörden anerkannt und gesucht. Seine Arbeit würdigte Franz Baumer, der als Bereichsleiter am AELF Neumarkt Verantwortung trägt. Max Graml war seit 1984 abwechselnd am AELF Cham, Amberg und Neumarkt als Berater tätig, ehe er vor zehn Jahren als Teamleiter zum Erzeugerring wechselte. Als letzter der Laudatoren hob Johann Kreitmeier vom Landeskuratorium für pflanzliche Erzeugnisse Bayern die Leistungen von Gert Stadler und Max Graml hervor. Als Dachorganisation der Erzeugerringe wusste das LKP den Sachverstand und die Loyalität beider Geehrten besonders zu schätzen.













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