03.04.2019 - 17:33 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Die Passion in Musik gefasst

Bergchor und Kloster auf dem Miesberg bilden seit 85 Jahren eine Einheit. Ein bemerkenswertes Konzert mit besonderer Eigenheit bildet den Einstieg in das Jubiläumsjahr.

Sie gestaltet seit vielen Jahren die Jugendgottesdienste in der Miesbergkirche: Die Gruppe "Alive"
von Manfred BäumlerProfil

Welcher Ort bietet sich im regionalen Raum besser für ein Passionskonzert an, als die Wallfahrtskirche auf dem Miesberg, die durch die Kongregation der Passionisten in Hinwendung auf das Zeichen des Kreuzes einen hohen Stellenwert besitzt? "Wir sind dankbar für den fruchtbaren Weg, den Kloster und Bergchor zurückgelegt haben", blickt Rektor Pater Lukas Temme auf die Zeit seit der Gründung zurück.

Die Passionszeit mit all ihren Bestandteilen der Hoffnung und auf das Osterfest hin bezogen, steht dann auch bei der musikalischen Auswahl der Stücke im Mittelpunkt.

Markant dabei die Zusammenstellung der Interpreten. Alle Gruppierungen und Einzelinterpreten sind "Eigengewächse" der Miesberg-Familie. Die Hauptorganisation hatte Bernd Ulbrich inne, wofür ihm der Dank aller Besucher und der Mitwirkenden lautstark im Applaus am Ende der Vorführungen sicher sein konnte.

Marco Strießl, Organist und Mitglied des Männerchores, beeindruckte gleich zu Beginn mit der Intrada "Tennessee", einem Orgelsatz von Hans Zimmer. Aus der Feder von Dr. Reus, dem früheren Ehrendirigenten des Miesbergchores, stammt das Spiritual "Warst du dabei", der zweifelsfrei zu den Glanzstücken des Chores zählt. Für die Zuhörer in der bis auf den letzten Platz besetzten Wallfahrtskirche eine Konzerteinstimmung, wie sie gelungener nicht sein hätte können.

Trompete und Orgel oder auch Klavier und Violine in Klangeinheit boten die Bergchorsänger Roland Forster und Jürgen Probst, sowie Herbert Reger zusammen mit Steffi Jehl, einer weiteren Organistin der Miesbergkirche. Mit der jungen Gruppierung von "Alive" und dem bekannten "Jesus, Herr, ich denke an dein Opfer" kam neben stimmlichem Beitrag auch Gitarrenbegleitung zu Gehör.

Schon allein der optische Eindruck in Ordenstracht sorgte beim Beitrag einer "Passionisten-Schola" mit ihrem Stück "Vater unser" von Rimskij Korsakov für gesteigerte Aufmerksamkeit. Einfühlend und von bestechender Klarheit der Vortrag von Theresia Waldschmitt mit Querflöte zur Begleitung mit Klavier.

Den ersten Auftritt in dieser Formation hatten Bläser, die allesamt beim Bergchor und als Ministranten auf dem Berg zu Hause sind. Familie Forster mit Roland und Lukas (beide Bergchorsänger) sowie Steffi Forster, die Zwillinge Florian und Daniel Kasparides (Ministranten) und Jürgen Probst (ebenfalls Chormitglied) präsentierten bei ihrem Debüt eine außergewöhnliche Leistung.

Die Begleitung des Männerchores am Klavier hatte Dirigent Herbert Reger neben seiner Funktion als Chorleiter inne. Er führt den Chor zusammen mit Bernd Ulbrich in musikalischer Hinsicht seit Jahrzehnten. Blieb für Chor-Vorstand Markus Kasparides zum Schluss noch zu danken für den unglaublich starken Besuch und den Obolus zu Gunsten des Klosters im Körberl an den Kirchenausgängen.

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