03.10.2019 - 14:02 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Regionalität schützt das Klima

Wenn die Direktvermarkter am 12. und 13. Oktober beim Herbstbauernmarkt in Schwarzenfeld Erntedank feiern, öffnen sie ein "Schaufenster": Sie zeigen, dass Regionalität, Klimaschutz und Artenvielfalt zusammengehören.

Kreisbäuerin Sabine Schindler (links) und der Sprecher der Direktvermarkter, Hubert Piehler (rechts) werben beim Verbraucher für regionale Produkte.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil
Beim Herbstbauernmarkt in der Sportparkhalle in Schwarzenfeld bieten die Direktvermarkter ihre bäuerlichen Produkte an, die regelmäßig reißenden Absatz finden.

Hubert Piehler, Vorsitzender der Interessengemeinschaft, kündigt eine Reihe von Neuerungen an. Den Erntedank-Gottesdienst am Sonntag um 9 Uhr werden erstmals der Landfrauenchor und die Gospelformation "Singsang" gemeinsam gestalten. "Auf diese Premiere freue ich mich ganz besonders", sagte Kreisbäuerin Sabine Schindler bei einem Pressegespräch. Sie wird zusammen mit ihrem Team den Altar in der Sporthalle wieder festlich schmücken. An die Messe schließt sich ein Rundgang mit den Ehrengästen an. An Ort und Stelle werden Forellen geräuchert, Steckerl-Fisch und ein Wilderer-Topf angeboten. Zum Brotzeitmachen gibt es ferner gegrilltes Schweine-, Rind- und Lammfleisch. Für Vegetarier bietet die Bauernmarkt-Küche Kartoffelgratin und Dotsch mit Apfelmus an. Zum Nachmittagskaffee bekommen die Gäste frisch gebackene Küchln und Kuchen. Ein Regensburger Winzer lässt von seinem Landwein kosten.

"Mit dem Bauernmarkt wollen wir den Verbrauchern die Möglichkeit geben, mit den Anbietern ins Gespräch zu kommen und sich einen Eindruck von der Leistung der Landwirtschaft zu verschaffen", erklärt Sprecher Hubert Piehler. In der Halle werden sich 50 Direktvermarkter verteilen und bäuerliche Spezialitäten und herbstliche Dekorationen anbieten. Die Filzerin Anita Köstler zeigt das alte Handwerk des "Bandlwirkens", mit dem früher Getreidesäcke hergestellt wurden.

Zum Herbstbauernmarkt gehört immer auch ein "Schaufenster", das sich diesmal mit Blick auf die aktuellen politischen Diskussionen mit der Artenvielfalt befasst. Der Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes, Josef Wittmann, will den Besuchern an Schautafeln zeigen, "dass die Landwirte schon seit Jahren auf Biodiversität achten". Das bestätigt auch BBV-Kreisobmann Josef Irlbacher mit dem Hinweis auf das seit 30 Jahren aufliegende Kulturlandschaftsprogramm.

Der Wildlebensraumberater am Fachzentrum für Agrarökologie in Amberg, Balduin Schönberger, verdeutlicht auf seinen Schautafeln und in einem Sandkasten die Vernetzung von Biotop-Maßnahmen. Er macht neugierig: "Wir zeigen Projekte, die in der Oberpfalz erfolgreich verlaufen sind". Die BBV-Frauen werben für das Buch "70 Jahre Landfrauen" und spenden pro Exemplar zwei Euro für "Sternstunden".

Direktvermarkter Hubert Piehler appelliert gerade mit Blick auf Möglichkeiten zum Klimaschutz an den Verbraucher, sich mehr Zeit zu nehmen für den Einkauf im Hofladen, der regionale Lebensmittel anbiete. Dazu besteht auch die Möglichkeit beim Herbstbauernmarkt, der an beiden Tagen jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet hat.

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