Schwarzenfeld
20.09.2018 - 14:32 Uhr

Schmucker Saal und tolle Zahlen

Premiere im Sitzungssaal des Rathauses. Am Mittwoch geht im neu gestalteten Raum die erste öffentliche Sitzung über die Bühne. Bei der Zusammenkunft des Marktrates gibt es gleich mal gute Nachrichten, was das Haushaltsjahr 2017 betrifft.

Freundlich, hell, modern. Der neu gestaltete Sitzungssaal im Rathaus Schwarzenfeld macht etwas her. Bild: Dotzler
Freundlich, hell, modern. Der neu gestaltete Sitzungssaal im Rathaus Schwarzenfeld macht etwas her.

Das hörte sicher jeder im Gremium gerne: Der Gesamthaushalt hat sich im Vergleich zum Haushaltsplan 2017 um satte 3,2 Millionen Euro verbessert. Das hat mehrere Gründe. Die veranschlagte Zuführung zum Vermögenshaushalt von rund 300 000 Euro ist deutlich um 1,1 Euro übertroffen worden. Rücklagenentnahmen waren nicht wie angenommen 5,3 Millionen Euro nötig, sondern lediglich 2,4 Mio Euro. Das liegt vor allem daran, weil die im Haushaltsplan 2017 veranschlagte Kreditaufnahme in Höhe von 2 Mio nicht in Anspruch genommen wurde.

Alles in allem schließt der Verwaltungshaushalt mit 13,25 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit rund 5 Millionen Euro ab. Die gesamten Rücklagen des Marktes belaufen sich nun auf 6,6 Mio Euro. Kein Wunder also, dass die Markträte wenig Diskussionsbedarf hatten und die außerplanmäßigen Ausgaben - im Verwaltungshaushalt in Höhe von 376 285 Euro und im Vermögenshaushalt von 634 787 Euro - nachträglich genehmigten. Logischerweise genehmigte das Gremium auch die 1720 Euro, die der Markt im vergangenen Jahr an Spenden erhielt.

Zins bei 0 Prozent

Zur rund 8,5 Millionen Euro teueren Generalsanierung der Grund- und Mittelschule gab es auch Neuigkeiten. Zum einen informierte Bürgermeister Manfred Rodde (CSU) über einige Auftragsvergaben (siehe Infokasten). Zum anderen teilte er mit, dass für die Maßnahme Förderkredite von rund 2,7 Millionen Euro in Anspruch genommen werden können. Da durch die energetische Sanierung an der Schule der Standard "KfW-Effizienzhaus 100" erreicht werde, könne der Markt im Programm "Energiekredit Kommunal Bayern" aufgenommen werden. Heißt konkret: Die Aussicht auf einen Tilgungszuschuss durch die BayernLabo von zehn Prozent beziehungsweise 267 550 Euro sowie ein für zehn Jahre festgeschriebener Zins von 0 (!) Prozent. In diesem Haushaltsjahr beabsichtigt der Markt 909 000 Euro aufzunehmen, im kommenden Jahr weitere 1,37 Millionen Euro und 2020 rund 400 000 Euro.

"In die Pötte kommen"

Schließlich war am Mittwoch noch die Schaffung von Retentionsraum ein Thema. Also Flächen, die bei Hochwasser einen starken Anstieg des Wassers verhindern sollen. Konkret ging es in der Sitzung um bauwillige Grundstückseigentümer. Das Gremium einigte sich darauf, dass der Markt Retentionsraum schafft. Die Bauherren verpflichten sich im vorab, die Kosten dafür zu übernehmen. Laut einer Kostenschätzung geht der Markt von 55 Euro pro Kubikmeter aus. Sollte es weniger kosten, bekommen die Bürger das Geld wieder zurückerstattet - und umgekehrt. Die Markträte beschlossen die Wirtschaftlichkeit der Bildung von Teilabschnitten zu prüfen. Vier Gegenstimmen gab es, weil einige Räte die Maßnahme im Ganzen vorangetrieben hätten wollen. Peter Neumeier (ÜPW) erklärte: "Wichtig ist, dass wir in die Pötte kommen. Sonst werden potenzielle Bauherren abgeschreckt." Sein Fraktionskollege Manfred Bäumler forderte in der Sitzung außerdem eine möglichst schnelle Ausweisung eines Baugebiets. "Es sind so viele weggezogen, weil es keine Bauplätze gibt. Seit geraumer Zeit tut sich nichts."

Auftragsvergabe:

Die Malerarbeiten übernimmt die Firma Dillinger + Sielaff aus Sulzbach-Rosenberg (Kosten: 208 449 Euro), für das Gewerk Elektrotechnik zeichnet das Unternehmen Schertl aus Edelsfeld verantwortlich (1 189 076 Euro), die Estricharbeiten übernimmt Asphalt- und Isolierbau Weiden (14 393 Euro) und um das Gewerk Bodenbelag Küche kümmert sich die Firma Bauer Raumausstattung aus Schwarzenfeld (6940 Euro).

 
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