Das Sicherheitsgespräch mit der Polizeiinspektion Nabburg im Schwarzenfelder Rathaus bringt eine angenehme Überraschung ans Tageslicht: Im Zehnjahresvergleich wurden in der Marktgemeinde die wenigsten Straftaten zur Anzeige gebracht. Als letzte Station auf seiner Tour durch die Kommunen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Nabburg stand die Verwaltungsgemeinschaft Schwarzenfeld auf dem Routenplan vom Inspektionsleiter, Erster Polizeihauptkommissar Günther Vierl. Ausführlich unterrichtete er die Bürgermeister Peter Neumeier (Schwarzenfeld), Franz Grabiger (Schwarzach) und Hans Prechtl (Stulln) über die Sicherheitslage in ihrer Heimatgemeinde. In Schwarzenfeld wurden 2020 insgesamt 175 Straftaten angezeigt. 65,70 Prozent davon konnten von den Polizeibeamten aufgeklärt werden. Die Statistik der Straftaten führt die Straßenkriminalität mit 42 Fällen an, gefolgt von Sachbeschädigungen in 35 Fällen. Darin sind alle Straftaten enthalten, die im öffentlichen Raum passierten. Am häufigsten kam die Beschädigung von Wahlplakaten (28 Fälle) zur Anzeige.
Als bedenklich stufte Vierl die drei Wohnungseinbrüche ein, die alle an etwas abgelegenen Wohnhäusern passierten. "Dies ist oft auf die Nähe der Autobahn zurückzuführen", so PHK Vierl. Zur Prävention wäre es wichtig, die Gebäude einbruchshemmend auszustatten. "Der größte Schutz ist es jedoch, als Nachbar die Augen offen zu halten", lautet der Rat des Polizeibeamten.
Ähnlich sieht die Situation in der Gemeinde Stulln aus. Von 25 Straftaten konnten 17 aufgeklärt werden. Auch hier führen drei Diebstähle und drei Sachbeschädigungen die Statistik der Straftaten an.
Etwas aus der Reihe fällt die Gemeinde Schwarzach mit 34 Straftaten. 85,3 Prozent davon konnten aufgeklärt werden. Hier führen 11 Diebstähle die Statistik an. Auch vier Rauschgiftdelikte wurden zur Anzeige gebracht. "Insgesamt war es ein sehr ruhiges und positives Jahr", wertete Vierl die Sicherheitslage. Immer mehr rückt bei den Straftaten die Computerkriminalität in den Vordergrund. Gerade der Online-Handel ist mit vielen Risiken verbunden. "Fake-Shops" sind an der Tagesordnung", so die Erfahrung des Polizisten. "Dabei sind die Leute viel zu leichtgläubig und unvorsichtig und der Professionalität der Betrüger nicht gewappnet."
Besonders häufig sind in letzter Zeit Betrügereien mit "Freundeüberweisungen". Das Geld ist meist weg und die Ware kommt nie an. Ein weiterer Warnhinweis des Polizeibeamten lautet: "Keine Kopien von Ausweisen im Internet zu verschicken. Man weiß nie, was damit passiert." Die drei Bürgermeister dankten der Polizeiinspektion Nabburg für ihren wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bürger in den Kommunen.













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