Die Kleeblatt-Schützen wollten ihre neue Anlage eigentlich dem Sportausschussvorsitzenden im Bundestag, Frank Ullrich, ehemaliger Goldmedaillengewinner und Bundestrainer im Biathlon, präsentieren. Doch es kam etwas dazwischen.
Frank Ullrich wurde auf dem Weg nach Schwarzenfeld in einen Verkehrsunfall verwickelt und musste kurzfristig absagen. So nutzte die sportpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Tina Winklmann, die Möglichkeit zur Information und einem Probeschießen.
Die Schützengilde „Kleeblatt“ ließ ihre Anlage digitalisieren. „Die Auswertung erfolgt nun voll elektronisch“, erklärt Schützenmeister Ulrich Götz. Der Schütze kann am Bildschirm sofort die Ringe und Teiler ablesen, ohne sich das Blattl herholen zu müssen. Der 200 Mitglieder starke Verein wird bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten, zu denen auch die Erneuerungen des Daches gehört, knapp 70 000 Euro investiert haben. „Wir wollen den Nachwuchs wieder mehr für den Schießsport begeistern“, begründet der Schützenmeister die Initiative. Mittlerweile spüre er bereits einen verstärkten Zulauf.
Die Anlage der Schützengilde „Kleeblatt“ ermöglicht sämtliche Schießvarianten, von knieend über stehend bis liegend, mit und ohne Auflage. Auch Menschen mit Handicap oder Jäger können dort trainieren. Neu im Angebot ist das Blasrohrschießen. Mit Lungenkraft presst der Schütze einen Pfeil durch ein Blasrohr und zielt aus fünf Metern auf eine Scheibe. Kreisrätin Ulrike Pelikan-Roßmann probierte es aus und hatte den Dreh schnell heraus. Der Ehrenschützenmeister des Gaus Nabburg, Erich Zerbian, hob die führende Rolle der Kleeblatt-Gilde im Kreise der 21 Gauvereine hervor.
Zweite Station war die Anlage der Schützengesellschaft Schwarzenfeld. Schützenmeister Johann Kaußler stellte den 1873 gegründeten Verein vor, der schon viele Erfolge errungen hat. Zu den sportlichen Aushängeschildern zählt er den mehrfachen deutschen Meister im Bogenschießen, Günter Baumkirchner, und den Bundesliga-Schützen Lukas Spachtholz. Der zweitälteste Verein von Schwarzenfeld bietet die Möglichkeit, mit Kurzwaffen (Pistole und Revolver), Luftgewehr und Luftpistole sowie mit dem Bogen zu schießen. „Die Oberpfalz braucht sich beim Schießsport nicht zu verstecken“, findet MdB Tina Winklmann, die am Stand selbst zur Waffe griff und ein paar Schuss abgab. Bei den Schützenvereinen erlerne der Nachwuchs soziale Kompetenz, Disziplin und Konzentrationsfähigkeit.














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