17.05.2019 - 15:54 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Sicheres Leben in der Verwaltungsgemeinschaft

Ein Witz. Fragt die Polizei: "Sind Sie mit einem Alkotest einverstanden?" Sagt er: "Selbstverständlich! In welcher Kneipe?" Heiterkeit in der Runde der Bürgermeister und Polizeibeamten. Hans Gradl weiß, wie man die Stimmung auflockert.

Die Bürgermeister Manfred Rodde (rechts; Schwarzenfeld), Hans Gradl (daneben; Schwarzach) und Hans Prechtl (links; Stulln) erörterten zusammen mit Kathrin Schwarz (Mitte) und Lena Baumeister (Dritte von rechts) aus der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft die Sicherheitslage in den drei Orten. Sachkundig Auskunft gaben Sabine Roidl und Stefan Weinberger von der Polizeiinspektion Nabburg.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Wer nicht weiß, dass Hans Gradl der Bürgermeister des kleinen Ortes Schwarzach ist, kennt ihn vielleicht als vielbeschäftigten Discjockey "DJ Fenkerl", der nicht nur im Fasching für gute Laune sorgt. So war er auch beim jährlichen Sicherheitsgespräch im Schwarzenfelder Rathaus für ein paar muntere Momente verantwortlich.

Das eigentliche Thema, nämlich die Sicherheitslage in den drei Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft, war eher unspektakulär. Dass 2018 etwas Dramatisches in Schwarzenfeld, Stulln oder Schwarzach passiert sei - vergleichbar etwa mit dem versuchten Bankraub heuer in Schwarzenfeld - war niemand in Erinnerung. Und tatsächlich hatten Sabine Roidl und Stefan Weinberger in ihrer Polizei-Statistik Zahlen parat, die weder den drei anwesenden Bürgermeistern Rodde, Prechtl und Gradl noch den rund 10 000 Einwohnern der Verwaltungsgemeinschaft den Schlaf rauben werden.

Antrittsbesuch

Für Roidl und Weinberger war es in dieser Woche nicht der erste Besuch in einem Rathaus. Erst am Dienstag hatten die beiden Spitzenbeamten der Nabburger Polizeiinspektion eine Visite beim Pfreimder Bürgermeister eingelegt. Dabei war es ebenfalls um die Sicherheitslage vor Ort gegangen.

Sabine Roidl, die im Rang einer Ersten Polizeihauptkommissarin seit einigen Wochen die Amtsgeschäfte im benachbarten Nabburg leitet, stellte sich den Bürgermeistern und dem ebenfalls anwesenden Damenduo Kathrin Schwarz und Lena Baumeister von der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft als neue Polizeichefin vor und gab ein paar Details aus ihrer Biografie zum besten. Sie wird ihre Stelle nur interimsmäßig ausfüllen, bis der erkrankte PI-Leiter Günter Vierl wieder da ist. "Es geht bergauf", wusste Roidl von ihrem Kollegen.

Es gibt einen Vergleichswert, der einigermaßen verlässlich aussagt, wie es um die Sicherheit in den einzelnen Orten bestellt ist, die sogenannte Häufigkeitszahl. Sie definiert die Häufigkeit von Delikten, bezogen auf 1000 Einwohner.

Recht niedrig

Diese Zahl ist in allen drei Orten recht niedrig: In Schwarzach beträgt sie 15, in Stulln 21 und in Schwarzenfeld 33. Damit liegen alle drei Kommunen unter dem Oberpfalz-Durchschnitt von 48.

Sicherheitslage 2018:

Schwarzenfeld: 207 Straftaten insgesamt, davon 151 geklärt (Aufklärungsquote 73 Prozent), leichte Zunahme an Diebstählen, kein Wohnungseinbruch.

Stulln: 35 Straftaten, davon 27 geklärt (77 Prozent), leichte Zunahme an Diebstählen, kein Wohnungseinbruch.

Schwarzach: 21 Straftaten, davon 16 geklärt (76 Prozent), leichte Zunahme an Diebstählen, kein Wohnungseinbruch.

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