Eine laue Sommernacht, kulinarische Köstlichkeiten und das Wichtigste: feine Blasmusik in schöner Atmosphäre zwischen Rathaus, Pfarrheim und Kirche. Hunderte Menschen erlebten die Sommerserenade der Musikkapelle Schwarzenfeld am Samstag. Der Besucheransturm war so groß, dass die eigenen Sitzmöglichkeiten nicht ausreichten und Bestände von Kolping sowie Privatgarnituren herbeigeschafft werden mussten.
Mit dem Fliegermarsch von Hermann Dostal, einem Klassiker für Blasorchester und gesanglich bereichert durch Georg Matzke, der ansonsten seinen festen Platz als Tubist im Großen Blasorchester einnimmt, wurde der etwa zweistündige Blasmusikabend eröffnet. Susanne Jankowiak spielte auf der Trompete das Paradestück „Die Teufelszunge“ von Walter Scholz. Es folgte ein altes Volkslied, das Erinnerungen, Heimweh und das harte Schicksal Vertriebener beschreibt: „Nach meiner Heimat, da zieht’s mich wieder“. Eine Walzermelodie, die gefühlvoll intoniert, mit Anna Schaller als Dirigentin, ihre zahlreichen Fans gefunden hat.
Wehmut und ein Stück Trauer begleiteten das Stück „Wir Musikanten“. Es war eine Lieblingsmelodie des verstorbenen Musikerfreundes Hermann Bierler, der am Aufführungsabend seinen sechzigsten Geburtstag hätte feiern können. Mit einem eigens gebildeten Gesangsquartett mit Susi Jankowiak, Susi Lindner, Steffi Forster sowie Simone und Mia Matzke wünschten die Musikanten nach musikalischen Ausflügen zur Rocky Horror Picture Show und Schlagerklassikern wie dem „Gummi-Mambo“ mit einem hörenswerten Solo von Manfred Brunner ein „Kimm guat hoam“. Im zweiten Teil kamen die achtziger Jahre unter anderem mit dem „Skandal um Rosi“ nicht zu kurz.
Mit einer exzellenten Formation von Blechbläsern, der Evolution-Brass-Band aus Regensburg mit ihrem Dirigenten Constantin Dejosetz, wurde die Veranstaltung noch zu einem weiteren „Hinhörer“. Im Jahr 2016 als Projektband gegründet, kann die Formation inzwischen auf zahlreiche Erfolge, auch bei nationalen Wettbewerben, stolz sein. Übrigens spielen bei der Band auch drei Schwarzenfelder Musikergewächse mit. Emilia und Samuel Lindner sowie Alex Leyh verstärken das Orchester. Zu den Auftrittsstücken gehörten neben „African Funk“ auch die bekannte Lennon-Ballade „Hey Jude“. In Ergänzung zum Klangkörper der Schwarzenfelder Musiker war dies eine gelungene und vor allem hörenswerte Aufführung, die beim Publikum lautstark mit Zugaberufen und Beifall für Begeisterung sorgte.


















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.