18.03.2020 - 16:53 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Spielplatz ohne Zukunft

Oft kommt es nicht vor, dass ein Spielplatz platt gemacht wird. In Schwarzenfeld steht dies bevor. Die Spielgeräte hinter der Kirche sollen abgebaut werden, die Fläche wird in eine Streuobstwiese umgewandelt.

Der Spielplatz hinter der katholischen Kirche wird abgebaut, dort entsteht eine Streuobstwiese.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Dass mit dem Spielplatz etwas nicht stimmt, hat die Junge Union, die schon seit geraumer Zeit sogenannte „Spielplatz-Tests“ vornimmt und veröffentlicht, schon vor Jahren festgestellt. Im 2014er-Test beispielsweise heißt es: „Einziges wirkliches Sorgenkind bleibt der Spielplatz bei der Marienkirche. Hier appelliert die Junge Union vor allem an Jugendliche über 14 Jahre, den Spielplatz nicht Zweck zu entfremden. Beim Besuch dieses Spielplatzes mussten wieder zahlreiche Bierstöpsel und sogar zwei Glasscherben beseitigt werden. Unangenehm fielen zahlreiche Schmierereien auf. Aus Sicht der JU wäre es besser, diesen Spielplatz aufzulösen und eine Grünanlage zu schaffen. Der Platz lockt nur noch Jugendliche an und ist in keinem guten Zustand. In einer Grünanlage mit Bänken könnte man sich weiterhin treffen, würde aber nicht unangenehm auffallen.“

Von diesem Spielplatz aus, den es seit ungefähr 20 Jahren gibt, wurden auch schon Fensterscheiben der angrenzenden Marienkirche eingeworfen. Das Problem bekam die Pfarrei erst in den Griff, als an der Kirchenfassade eine Überwachungskamera angebracht wurde. Als sich der junge Übeltäter das nächste Mal am Scheiben Einwerfen übte, wurde er via Kamera beobachtet und identifiziert. Mit allen rechtlichen Folgen für den Vandalen.

Zwischenzeitlich hat man in den Leitungsorganen der Pfarrei den Entschluss gefasst, den Spielplatz abbauen zu lassen. Das muss die Gemeinde tun, denn der gehören die Spielgeräte - an denen im übrigen der Zahn der Zeit schon arg genagt hat. Pfarrer Heinrich Rosner möchte auf der Fläche lieber eine Streuobstwiese anlegen lassen, die dann eingezäunt würde. Das hätte den Vorteil, dass sich auch niemand mehr in dem abgelegenen Eck hinter den Garagen aufhalten könnte, das man über den Spielplatz leicht erreichen kann.

„Der Spielplatz kommt wohl in diesem Jahr noch weg,“ prognostizierte Bürgermeister Manfred Rodde. Den Auftrag dazu wird er selbst nicht mehr geben, das ist eine Aufgabe für seinen am 15. März gewählten Nachfolger.

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