24.11.2020 - 11:07 Uhr
SchwarzenfeldOberpfalz

Ein Stück Heimat für Soldaten in Rukla

Passend zur Vorweihnachtszeit möchte der Markt Schwarzenfeld den Angehörigen der Patenkompanie aus Pfreimd ihren Einsatz in Litauen etwas angenehmer gestalten. Dazu schicken Bürgermeister und Soldaten Brotzeit und Süßes nach Litauen.

Pakete mit allerlei kulinarischen Geschenken für die Kameraden in Litauen, verpacken Oberstabsgefreiter Dominik Neuner, Stabsgefreiter Stefan Schirrmacher und Bürgermeister Peter Neumeier (von links) im Rathaus.
von Manfred BäumlerProfil

Bis Mitte Februar 2021 leisten die Soldatinnen und Soldaten der Schwarzenfelder Patenkompanie, der Zweiten Kompanie des Panzerbataillons 104 aus Pfreimd, ihren Dienst im Rahmen eines Gefechtsverbandes als Übung an der Nato-Ostflanke im Baltikum, in Litauen. "Enhanced Forward Presence" kurz "EFP", lautet die korrekte Bezeichnung der Battlegroup, die seit dem Jahre 2017 dort stationiert ist und mit starker Präsenz als Teil der Bündnisverteidigung an der Ostflanke agiert. Über 3500 Soldatinnen und Soldaten waren bisher an dem multinational zusammengesetzten Kampfverband beteiligt.

Einsatz in Rukla

Die Kräfte des Panzerbataillons 104 aus Pfreimd sind seit 21. Juli diesen Jahres mit derzeit etwa siebzig Soldaten mit der Bezeichnung "1. Battle Coy" mit Truppen aus Deutschland, Frankreich, Niederlande, Norwegen und Tschechien stationiert. Ihr Standort ist eine kleine Stadt mit etwa 2000 Einwohnern namens Rukla, die etwa eine Fahrstunde nordwestlich der Hauptstadt Vilnius liegt. Zur technischen Ausstattung der Pfreimder gehören vierzehn Kampfpanzer, ein Bergepanzer und weitere ungepanzerte Fahrzeuge.

Pfreimder Panzerbataillon übernimmt das Kommando in Litauen

Pfreimd

"Langeweile kommt hier keine auf", sind sich Kompaniechef Florian Sandmann und der Schwarzenfelder "Spieß" Oberstabsfeldwebel Arnold Schlee einig. Dass sie mittlerweile nach einer etwas "aufregenden Übernahme- und Eingewöhnungsphase" im Routinebetrieb angekommen sind, bringt Ruhe in den Alltag, so die beiden Soldaten der "Zwoten" 104. Das Covid-19-Virus sorgt auch dort dafür, dass diese Großübung mit Einschränkungen einhergehen muss. Urlaubsflüge nach Hause oder Ausflüge zum Kennenlernen des Landes sind gestrichen, was natürlich gerade in der Weihnachtszeit zu einer Belastung für Partner und Familie in der Heimat wird. "Es ist ein Dienst zu Vorkehrungsmaßnahmen im Sinne der Gesundheit und des Wohles unserer Gesellschaft," verstehen die Kräfte, die unter Kommando von Oberstleutnant Peer Papenbroock und Kompaniechef Hauptmann Florian Sandmann hohes Ausbildungsniveau an den Tag legen, den Einsatz.

"Erfreulich, dass sich die Qualität der Verpflegung vor Ort spürbar verbessert hat und so das Überleben gesichert ist", scherzen Kompaniechef und Kompaniefeldwebel in einem Schreiben, das als Gruß an die Patengemeinde eingetroffen ist.

Gruß zurück aus der Heimat

Spontan reagierte der Fraktionssprecher der "Freien" im Marktrat, Bernd Stangl, als die Grußbotschaft im Marktrat vorgestellt wurde. "Denen schicken wir eine Brotzeit mit etwas Süßem aus der Heimat", hatte Stangl wenig Mühe, Überzeugungsarbeit bei seinen Marktratskollegen während der letzten Sitzung zu leisten. Gepackt wurden mit Hilfe von Stabsgefreiten Stefan Schirrmacher und Oberstabsgefreiten Dominik Neuner im Rathaus zwei überdimensionale Pakete mit Deftigem und Süßen, das Erika Kick vom Vorzimmer organisiert hatte. "Eigentlich wollten wir noch ein Fass Bier mit verstauen, was aber mit dem Transport etwas schwierig geworden wäre", scherzte Bürgermeister Peter Neumeier.

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