Schwarzenfeld
21.05.2018 - 11:56 Uhr

Das geht gewaltig schief: Verbotenes Überholen

Ein riskantes Überholmanöver wird einem 53 Jahre alten Berufskraftfahrer zum Verhängnis. Er löst mit dem von ihm gesteuerten Lastwagen einen schweren Unfall aus. Die Rettungsdienste sind daraufhin gefordert.

Nach dem folgenschweren Zusammenprall, den ein missglückter Überholvorgang ausgelöst hatte, musste einer der Unfallbeteiligten mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. 	Bilder: mab (2)
Nach dem folgenschweren Zusammenprall, den ein missglückter Überholvorgang ausgelöst hatte, musste einer der Unfallbeteiligten mit dem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Bilder: mab (2)

Kurz vor der Mittagszeit kam es am Freitag zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2151 zwischen Hohenirlach und Schwarzenfeld. Nach bisherigen Erkenntnissen der Nabburger Polizeiinspektion überholte ein 53-jähriger Lkw-Fahrer aus Osteuropa trotz geltenden Überholverbots einen Sattelzug mit Anhänger. Aufgrund des Gegenverkehrs scherte der 53-Jährige zu früh wieder nach rechts ein und touchierte dabei den zu überholenden Sattelzug. Hierbei geriet der Unfallverursacher, dessen Lastwagen eine deutsche Zulassung hatte, ins Schleudern und blieb im angrenzenden Feld liegen. Der Sattelzug, der überholt worden war, kam durch den Anstoß auf die linke Fahrspur, wo ihm eine 57-jährige Audi-Fahrerin entgegenkam. Sie versuchte, noch auszuweichen, konnte jedoch einen Zusammenprall nicht mehr verhindern. Hinter dieser Verkehrsteilnehmerin war noch ein 55-jähriger VW-Fahrer unterwegs, der nach rechts in ein Feld auswich und dort zum Liegen kam. Der Unfallverursacher wurde im Führerraum seines Transporters eingeklemmt und schwer verletzt. Er musste mit dem alarmierten Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Der 47-Jährige, der am Steuer des erfassten Sattelzuges saß, blieb unverletzt.

Die Audi-Fahrerin zog sich ebenfalls schwere Verletzungen zu und musste mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert werden. Die Staatsstraße musste bis zur Bergung komplett gesperrt werden. Es waren mehrere Freiwillige Feuerwehren der umliegenden Gemeinden im Einsatz. Zur Bergung des umgekippten Lkws und des ins Feld ausgewichenen VWs war jeweils ein Kran vonnöten. Den entstandenen Sachschaden gab die Polizeiinspektion in Nabburg nach ersten Grobschätzungen mit etwa 26 000 Euro an.

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