Schwarzhofen
28.02.2023 - 11:16 Uhr

Babyempfang: Schwarzhofen punktet mit Familienfreundlichkeit

Diesen Zuspruch hat Bürgermeister Maximilian Beer nicht erwartet: Für den Empfang der Neugeborenen und ihrer Eltern muss sogar in die Aula der Grundschule ausgewichen werden.

Das Angebot der Marktgemeinde wird gerne angenommen. Bürgermeister Maximilian Beer (vorne Mitte) freut sich über den Zuspruch der Eltern beim Empfang der Marktgemeinde in der Schulaula. Bild: mad
Das Angebot der Marktgemeinde wird gerne angenommen. Bürgermeister Maximilian Beer (vorne Mitte) freut sich über den Zuspruch der Eltern beim Empfang der Marktgemeinde in der Schulaula.

Aufgrund der Corona-Situation hatte es länger keinen Empfang für die jungen Erdenbürger gegeben. Die Marktgemeinde hatte nun die Jahrgänge 2020, 2021 und 2022 zusammengefasst. Das Angebot an die Eltern, sich gegenseitig kennenzulernen, wurde gerne angekommen, zumal damit auch ein Blick in den neuen Schwarzachtal-Kindergarten verbunden war.

Der "Baby-Empfang" hat seit acht Jahren Tradition. Bürgermeister Maximilian Beer konnte 35 von 42 Eltern mit ihrem Nachwuchs willkommen heißen, drei waren wegen Krankheit oder Urlaub verhindert. Beer stellte den Kindergarten und das rührige Personal mit Marion Weiß als Leiterin an der Spitze nochmals vor. Es haben sich hier viele Veränderungen, weil personalmäßig „aufgerüstet“ wurde, da der Kindergarten voll ausgelastet ist. Deshalb musste der Markt eine dritte Gruppe bilden und Krippenplätze schaffen. Man wollte dazu den Leerraum im Obergeschoss ausbauen. Doch das ließen die neuen Vorschriften nicht zu. Krippenplätze müssen ebenerdig liegen, deshalb hatte die Marktgemeinde einen Anbau zu erstellen. Es musste auch ein Lift eingebaut werden, der Platz im Obergeschoss wird für Sozialräume gebraucht.

Defizit wird akzeptiert

Es gibt eine „Grüne Gruppe" der Krippenkinder, eine altersgemischte „Rote Gruppe" und eine "Blaue" reguläre Gruppe. Derzeit besuchen 60 Kinder den Kindergarten. Die Betreuungszeit erstreckt sich aktuell von 7 Uhr bis 15 Uhr, bei entsprechender Nachfrage könnte sie bis 17 Uhr ausgedehnt werden.

Nachdem sich das Kindergartenpersonal den Eltern vorgestellt hatte, drückte Bürgermeister Maximilian Beer seine Freude darüber aus, dass in den letzten drei Jahren viele Kinder geboren worden seien. Die Kinder "sind die Zukunft des Marktes und diesem lieb und teuer“. Deshalb nehme man gern jedes Jahr ein Defizit von über 100 000 Euro dafür in Kauf. "Eltern und Kinder sollen sich hier wohlfühlen". Die Marktgemeinde möchte auch die Infrastruktur für junge Leute verbessern, fuhr Beer fort. Die Versorgung mit Glasfaserkabel für schnelles Internet habe sich der Markt eine Menge kosten lassen.

Flexible Zeiten

Der Kindergarten ist eine gemeindliche, keine kirchliche Einrichtung, erläuterte der Bürgermeister. Man sei mit dem Anbau, Einrichtung, Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen „gut aufgestellt“. Die Nachfrage sei enorm. Der Markt richte sich nach dem Bedarf, er biete eine flexible Handhabung der Öffnungszeiten an und moderate Gebühren. Der Staat fördere die Kindergärten, es gebe Zuschüsse zu den Gebühren und neu ein Kinder-Krippengeld. Für Kinder aus den Ortsteilen fahre ein kostenloser Bus. Nur für die Busaufsicht entstünden anteilige Kosten.

Ein Familienpakt, das auch kostet: Die Defizite der vergangenen Jahre bezifferte Bürgermeister Beer für 2019 auf 118500 Euro, für 2020 auf 116600 Euro und für 2021 auf 142 500 Euro. Die Kosten für den Kindergartenbetrieb lagen 2021 bei 342 022 Euro für das Personal und 33 162 Euro für den Gebäudeunterhalt. Gastkinder in anderen Kindergärten verursachten Kosten in Höhe von 29 900 Euro.

Bevor die Eltern und ihr Nachwuchs dann den Kindergarten besichtigten, konnten sich die Mütter und Väter an einem kalten Buffet stärken. Sehr erfreut zeigte sich Beer über die Geburtenzahlen vor allem in den letzten Jahren: Sie pendelten sich jährlich bei 14 ein. Bürgermeister Beer überreichte zusammen mit zweitem Bürgermeister Franz Stockerl und dem Familienbeauftragten Alfred Wolfsteiner jeder Familie als kleines Geschenk ein Badetuch mit dem aufgestickten Marktwappen.

Hintergrund:

Familienfreundliches Angebot

  • Spiel und Sport:Mäusekinder-Gruppe“ für die Kleinsten, Mutter-Kind-Turnen und Mädchenturnen beim Sportverein
  • Bildung: Markt- und Schulbibliothek
  • Spielplätze: Schwarzhofen, Schwarzeneck, Schönau und Zangenstein.
  • Auszeichnung: Die Marktgemeinde ist als kinderfreundliche Kommune anerkannt
 
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